„Umstieg wird uns Geld kosten“

Der Ausbau der Wasserkraft könne den Tirolern die Energiewende billiger machen, ist IKB-Chef Schneider überzeugt.

Innsbruck –Noch am Dienstag ließ E-Control-Vorstand Walter Boltz damit aufhorchen, dass der Strompreis durch die angestrebte Energiewende um bis zu 25 Prozent steigen dürfte. Harald Schneider, Vorstandschef der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), will diese Pro­zentzahl nicht bestätigen, jedoch ist auch er überzeugt, dass „der Umstieg auf erneuerbare Energien uns Geld kosten wird“. Nicht nur, dass die Netzpreise steigen würden. „Wenn wir diesen Weg weitergehen, dann kommen wir nicht umhin, die Preise auch anzuheben.“ Tirol könne die Wende aber billiger schaffen, ist Schneider überzeugt. Und zwar bei konsequenter Umsetzung des geplanten Wasserkraft-Ausbaus. Wie zum Beispiel des Regionalkraftwerks Mittlerer Inn. Nach dem gescheiterten Telfs-Versuch ist dies der zweite Anlauf der IKB. Einen dritten werde es nicht geben, so Schneider: „Entweder es geht da oder nirgends mehr.“ Noch bis zum Ende des ersten Quartals 2013 wollen die IKB die nötige UVP eingereicht haben. Wie lange das Verfahren dauern werde? Aufsichtsratsvorsitzender Manfried Gantner und Schneider sparen hier nicht mit Kritik an den Behörden: „Es ist kein Wille da, die Verfahren konzentriert und zeitnah abzuwickeln.“ Für Telfs mussten die IKB rund 2,7 Mio. € abschreiben.

Das Geschäftsjahr 2011 zauberte der IKB-Spitze indes ein Lächeln ins Gesicht. Wie berichtet, stieg der Umsatz auf knapp 153 Mio. €, der Gewinn lag bei 22 Mio. €. Daher kann an die Gesellschafter Tiwag und Stadt Innsbruck in Summe auch eine Dividende von 13 Mio. € ausbezahlt werden. Erstmals wurde auch ein standardisierter Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns ausgewiesen. (mami)


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