Als die Arbeit noch beinhart war

Seilbahnen und Güterwege zu bauen, verlangte den Osttirolern einst alles ab. Das zeigt eine neue Leihgabe an das Tiroler Archiv.

Von Catharina Oblasser

Lienz –Rund 1000 Aufnahmen sind es. Sie stammen aus der Zeit zwischen 1930 und 1960 und veranschaulichen, welche Knochenarbeit es damals war, im Bezirk Güterwege, Lawinenverbauungen oder Seilbringungsanlagen zu errichten.

„Die Bilder zeigen, dass in dieser Zeit fast alles manuell zu machen war. Besonders aufschlussreich sind die Aufnahmen aus dem Villgratental, die dortigen Bewohner galten als Pioniere beim Seil­aufzugbau“, sagt Martin Kofler. Er ist der Leiter des Tirol-Archivs Lienz (TAP) und hatte das Glück, die umfassende historische Dokumentation der Agrar Lienz zur wissenschaftlichen Aufarbeitung übernehmen zu dürfen. Die Bilder gehören dem Land, ein Werknutzungsvertrag regelt das Rechtliche.

Wertvoll ist die Sammlung auch deshalb, weil sie flächendeckend ist. Sämtliche 33 Gemeinden Osttirols werden behandelt. Zu sehen sind einzelne Orte, Weiler und Bauernhöfe, die heute großteils ganz anders ausschauen. Die Bilder werden nun digitalisiert und für die Nachwelt in der großen TAP-Datenbank archiviert.

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