Bei emotionalem Abschied Spuren hinterlassen

Ein Fest, das bewegte: Am Ende ihrer Schullaufbahn verewigten sich Jugendliche der Sonderschule Lienz auf dem „Schoolwalk of Fame“.

Von Claudia Funder

Lienz –Das Abschlussfest der Lienzer Sonderschule hat Tradition und zählt mit seinem liebevoll organisierten Programm, berührenden Ritualen und emotionalen Momenten zu jenen Veranstaltungen, die lange in Erinnerung bleiben. Gestern hätten eigentlich fünf Schüler verabschiedet werden sollen, die Zwillinge Paul und Josef Gander konnten jedoch an dem stimmungsvollen Fest nicht teilnehmen. Einer des eingeschworenen Duos war erkrankt und da blieb – weil ein Herz und eine Seele – auch sein Bruder fern.

Schüler der Sonderschule und anderer Ausbildungsstätten, Angehörige, Lehrer und Ehrengäste wie Landtagsabgeordneter Andreas Köll, der Lienzer Vize-BM Charly Kashofer und Bezirksschulinspektorin Elisabeth Bachler genossen das bunte Rahmenprogramm bei Traumwetter.

Im Mittelpunkt der Feier standen diesmal allerdings nicht die Prominenten, sondern die drei Schüler René Pamholzer, Georg Persterer und Jannik Rogl. Direktor Andreas Weiskopf moderierte den Vormittag, dankte dem Lions Club für seine tatkräftige Unterstützung und fand sehr treffende Worte für seine Schützlinge, die er „mit traurigem Herzen“ entlässt.

Emotional verlief das tatsächliche Abschiednehmen: Alle Gäste schüttelten jedem Einzelnen der drei Burschen die Hand, während deren Lieblingsmusik erklang. In die kleinen Körbe des Trios wanderten dabei bunte Perlen, die zu einer Art Glückskette aufgefädelt werden.

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Rene, Georg und Jannik durften sich schließlich auf dem „Walk of Fame“ verewigen, indem sie die Handflächen in weichen Beton drückten. Die Zahl der Bodenplatten vor der Schule wird sich so auf 51 erhöhen.

Auf Motor-Fan Jannik – er besucht nach der Schule die Lebenshilfe – wartete eine besondere Überraschung: Der historische Bus „Glockner Marie“, ein Ford mit Baujahr 1960, und ein Dreiachser fuhren vor. Und zu Ehren aller Verabschiedeten flog ein Hubschrauber zwei Runden über das Fest-Areal.


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