Achenseeschiff wurde Gästemagnet

Die Schifffahrt am Achensee ist seit 125 Jahren ein Anziehungspunkt für Gäste. Die zündende Idee dazu hatte seinerzeit ein Fiechter Abt. Er gab das Schiff St. Josef in Auftrag. Mittwochabend wurde gefeiert.

Von Walter Zwicknagl

Pertisau –Der Fiechter Abt Albert Wildauer bewies vor mehr als 125 Jahren Pioniergeist am Achensee. Mit der Anschaffung des Dampfschiffes St. Josef um 22.000 Gulden startete Ende Juni 1887 die Personenschifffahrt an Tirols größtem See. 13 Millionen Fahrgäste wurden bis dato mit den Achenseeschiffen befördert und 2,4 Millionen Kilometer per Schiff zurückgelegt. Grund genug zum Feiern für die Region und die Achenseeschifffahrt, die seit dem Jahr 1924 von der Tiwag betrieben wird.

„Mit der Achenseeschifffahrt begann eine rasante Entwicklung des Tourismus in der Region“, stellte Christian Tramposch als Geschäftsführer der Achenseeschifffahrt bei der Segnung der neu gestalteten Anlage bei der Prälatenbuche zwischen Pertisau und der Gais­alm fest. Und im Nachsatz: „Diesen Platz widmen wir der Region Achensee als Andenken an die Geburtsstunde der Achenseeschifffahrt.“ Schon im Jahre 1921 beförderten drei Fahrgastschiffe 104.000 Passagiere, im Jahr 2011 nahmen 260.000 Gäste und Einheimische die Dienste der modernen Achenseeflotte in Anspruch.

Eine besondere Überraschung gab es dann an Bord des Jubiläumsschiffes, das 1951 mit einem Dieselmotor ausgestattet wurde, für Josef Hausberger, den Bürgermeister der Gemeinde Eben. Er wurde nach der Segnung des Schiffes durch Pfarrer Adam Zasada Schiffspate. „Ein Josef muss es ja sein“, stellte Betriebsleiter Albert Bichler fest, ehe eine Sektflasche am Schiffsrumpf zerschellte. „Ob ich mich da jährlich mit einem Gotlpack einstellen muss, ist noch abzuklären“, lachte Hausberger und lobte die gute Zusammenarbeit der Schifffahrt und der Verantwortlichen im Tourismus der Achenseeregion. Sein Wunsch: Das gute Klima soll beibehalten werden.

Kräftig heulten die Schiffssirenen, als das altehrwürdige Schiff St. Josef zu einer Ehrenrunde in Pertisau aufbrach.

Und so am Rande war zu erfahren, dass in den nächsten Jahren ein neues Schiff die Flotte verstärken soll. Das wird auch von Christian Tramposch bestätigt: „Für das Schiff St. Benedikt, das im Jahr 1959 vom Stapel lief, läuft im Jahr 2015 die Zulassung ab. Da müssen wir reagieren.“


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