Nassereith ringt mit der Verfassung

Die Fernpassgemeinde bastelt an einer Hundeverordnung. Doch genereller Leinenzwang ist unmöglich.

Von Alexander Paschinger

Nassereith –Viele Gemeinden beschäftigten sich in den vergangenen Jahren mit den örtlichen Hundehaltungsverordnungen. Doch vor allem was die Leinen- und Maulkorbpflicht betrifft, gab es so manche Rückschläge, die seitens der Verfassungsrichter in Wien erteilt wurden.

Aus diesem Grund geht es in Nassereith auch um eine neue Art der Hundeverordnung. Vorab: Auf des Pudels Kern stießen die Gemeinderäte in ihrer Sitzung nicht. Der Punkt musste vertagt werden – eben weil Gemeinderat Hubert Malleier die Erkenntnisse vor Augen führte: „Es kann ja nicht sein, dass wir hier etwas offensichtlich Verfassungswidriges beschließen.“

Die Eckpunkte und Ziele für die künftige Nassereither Verordnung umriss Gemeindevorstand Andreas Huter so: „Es braucht eine Verpflichtung zur Entfernung des Hundekots, ein generelles Betretungsverbot ist nicht möglich und Maulkorb und Leinenzwang sind nur bei Belästigung oder Gefährdung vorstellbar.“ BM Reinhold Falbesoner will Hunde vor allem am Nassereither See, am Sportplatz, bei Parkanlagen, Spielplätzen und am Schulhof an der Leine wissen. „Und am Friedhof will ich auch keine Hunde haben.“

„In sensiblen Gebieten ja“, meinte Malleier, selbst „seit 25 Jahren“ Hundehalter in der Fernpassgemeinde, zur Leinen- und Maulkorbpflicht. Auch eine „Aufnahmeverordnung“ bezüglich des Hundekots sei für ihn durchaus in Ordnung, meinte Malleier.

Was aber allgemein festgehalten wurde: Die Verordnungen sind kaum zu sanktionieren. Die Polizei sehe sich keinesfalls zuständig und die Bezirkshauptmannschaft auch nicht. Die Überwachung falle also der Gemeinde zu. Mit ein Grund, weshalb die Entscheidung letztlich zurückgestellt wurde.


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