Längenfelder sind Top-Retter

Rotkreuz-Jugend glänzte beim Landesbewerb in Osttirol. Längenfeld holte zwei Siege.

Sillian –Hustend und stöhnend hält sich ein kreidebleicher Arbeiter an der jungen Rotkreuz-Helferin aus Kössen fest: „Hilfe!“, ächzt der Mann. Auf den ersten Blick wirkt er täuschend echt. Tatsächlich ist der perfekt geschminkte Figurant Darsteller eines Unfallopfers, das laut Übungsannahme gerade die Explosion einer Propangasflasche in einer Schlosserei überlebt hat. Das Team aus Kössen zögert nicht: Mit geübten Griffen versorgen die Mädchen den Mann, verarzten ein anderes Unfallopfer in der Schlosserei und verbinden die Wunde einer dritten Verletzten. All das unter den strengen Blicken der Richter, von denen 28 beim Bewerb im Einsatz sind. Jeder Handgriff wird notiert.

Insgesamt 320 Jugendliche aus sieben Tiroler Bezirken bewiesen am Wochenende ihr Können beim Jugendbewerb des Roten Kreuzes in Sillian. 38 Gruppen in vier verschiedenen Wertungsklassen hatten Unfallopfer zu versorgen, Verletzte zu bergen und angemessene Hilfe zu organisieren. „Die sieben Szenarien sind sehr wirklichkeitsgetreu. Solche oder ähnlich Unfälle sind in der Gegend tatsächlich schon vorgekommen“, erklärt Landesjugendreferent Jürgen Bombardelli.

Die besten Leistungen in den jeweiligen Klassen lieferten zwei Teams aus Längenfeld im Ötztal (Sieg in Silber und Bronze 1) sowie Zirl (Platz 1 in Gold) und Hall (Sieg in Bronze 2). (co)

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