Österreicher bei EU-Battlegroup

Wien – Ab morgen beteiligt sich das Österreichische Bundesheer erneut an der EU-Battlegroup. Die schnelle Eingreiftruppe der EU gibt es seit...

Wien –Ab morgen beteiligt sich das Österreichische Bundesheer erneut an der EU-Battlegroup. Die schnelle Eingreiftruppe der EU gibt es seit sieben Jahren, einen Einsatz hatte sie bisher nicht – auch wenn ein solcher im Rahmen der Libyen-Krise im vergangenen Jahr heftig diskutiert wurde. Obwohl ein UNO-Mandat existierte und sich die Aufgaben ohnehin nur auf die Begleitung der Evakuierung von EU-Bürgern beschränkt hätte, kam es zu keiner Einigung.

Österreich übernimmt nun bis Ende des Jahres die Führung der Logistik- und Transporteinheit der Truppe. Die Führung der insgesamt 3000 Mann starken EU-Battlegroup 2012-2 hat Deutschland inne, außerdem mit dabei sind auch Tschechien, Kroatien, Irland und Mazedonien. Die 350 heimischen Soldaten sowie ihre internationalen Kollegen müssen bei entsprechendem Beschluss in sämtlichen Krisengebieten der Welt binnen fünf Tagen einsatzbereit sein.

Auch die Soldaten selbst wünschen sich nach Monaten der Vorbereitungen und des Trainings, ihr Können und Wissen im Ernstfall unter Beweis stellen zu können. Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) sprach sich deshalb für ein erweitertes Aufgabenspektrum der Truppe aus; er könne sich einen Einsatz im Bereich Katastrophenschutz vorstellen, erklärte er vor Kurzem. Unterstützung für diesen Vorschlag gibt es von Seiten Schwedens und Ungarns. Große Nationen wie Großbritannien, Frankreich, Italien oder Spanien sträuben sich bisher dagegen.

Ob konkreter Einsatz oder nicht – die Beteiligung an der EU-Battlegroup sei „Motor für Fähigkeitsaufbau und Weiterentwicklung“ und „Triebfeder“ für das gesamte Bundesheer, so das Bundesheer. Außerdem werde die Zusammenarbeit mit anderen Nationen gefördert. (APA)

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