Zwei Tote und fünf Verletzte bei Schießerei in Disko in Lille

Der Schütze wollte sich offenbar rächen, weil die Türsteher ihn kurz zuvor abgewiesen hatten. Der Mann konnte fliehen.

Symbolfoto.
© Reuters

Lille – Bei einer Schießerei in einer Disko im nordfranzösischen Lille sind zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Bei dem Schützen soll es sich nach Angaben der Behörden um einen Mann handeln, der zuvor von den Türstehern abgewiesen wurde. Er konnte nach der Tat fliehen, die Fahndung nach ihm lief am Sonntag auf Hochtouren.

Die Schießerei ereignete sich am Sonntag gegen 03.00 Uhr in der Diskothek „Theatro“ im Zentrum der Stadt. Zunächst war von zwei flüchtigen Angreifern die Rede. Späteren Behördenangaben zufolge wurde aber letztlich nur nach einem Täter gefahndet. Bei ihm soll es sich um einen polizeibekannten Mann handeln. Er habe das Feuer mit einer Art Kalaschnikow eröffnet, nachdem er zunächst vom Türsteher abgewiesen worden sei, hieß es.

Bei den Todesopfern handelte es sich um eine Garderobenangestellte sowie einen Besucher. Unter den Verletzten ist den Angaben zufolge auch der Türsteher. Alle Verletzten mussten ins Krankenhaus gebracht werden, einer wurde sehr schwer verletzt.

Der Nachtclub, für den der Eintritt frei ist, galt bisher als eher ruhig. „Wir waren auf der Tanzfläche, als wir einen lauten Knall hörten, und dann brach Panik aus“, sagte Diskogast Jeremy. Zum Zeitpunkt der Schießerei seien etwa 200 bis 300 Besucher in der Disko gewesen. Der Verdächtige sei „krank“, ein Kunde der mit einer „Kriegswaffe“ zurückgekehrt sei“, weil er es nicht ertragen habe, abgewiesen zu werden, sagte Mohamed, der nach eigenen Angaben regelmäßig ins „Theatro“ geht.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Frankreichs Innenminister Manuel Valls verurteilte die Schießerei scharf, bei der „Kriegswaffen auf nationalem Territorium“ im Spiel gewesen seien. Die Bürgermeisterin von Lille, Martine Aubry, zeigte sich „entsetzt“ über die Bluttat und forderte eine schnellstmögliche Festnahme des Täters. (APA/AFP)


Kommentieren


Schlagworte