London-Spiele klangen mit Festival britischer Musik aus

Etliche britische Stars sangen bei ausgelassener Schlussfeier - Mehr als 20 ÖOC-Athleten im Olympia-Stadion dabei gewesen

Von Thomas Blaschke aus London

London - Die XXX. Olympischen Sommerspiele in London sind am Sonntag mit einem Feuerwerk britischer Musik zu Ende gegangen. Unter dem Titel „A Symphony of British Music“ hat Gestalter und Kreativdirektor Kim Gavin in einer rund dreistündigen Show alles in das Olympia-Stadion gezaubert, was London, die Briten, deren Musik und Kultur ausmacht. Um 23:48 Uhr Ortszeit (0:48 Uhr MESZ) erklärte schließlich IOC-Präsident Jacques Rogge die Spiele für beendet.

80.000 Zuschauer

Die Zeremonie wurde um Punkt 21.00 Uhr sozusagen von Big Ben eingeläutet. Nachbildungen dieses und auch anderer Londoner Wahrzeichen wie London Eye, die St. Paul‘s Kathedrale und die Tower Bridge waren im Innenraum des Stadions aufgebaut worden. Das von zahlreichen namhaften Künstlern und mehr als 3.500 weiteren Mitwirkenden gestaltete Programm begann schließlich so richtig mit einem Schnelldurchlauf durch einen Londoner Tag.

Nachdem vor knapp 80.000 Zuschauern die „Rush Hour“ überstanden war, betraten Prinz Harry als Vertreter des britischen Königshauses und Rogge die „Royal Box“. Bei einer typisch britischen „Streetparty“ sorgten Madness, die Pet Shop Boys und One Direction für Stimmung. Als letztlich der Abend des simulierten Tages hereinbrach, stimmten Ray Davies und Emile Sande je einen ihrer Hits an.

Dann durften auch die Athleten ins Stadioninnere. Hürdensprinterin Beate Schrott als Trägerin der österreichischen Fahne war in prominenter Gesellschaft. So trugen etwa auch Hürden-Olympiasieger Felix Sanchez für die Dominikanische Republik, 800-m-Weltrekordler David Rudisha für Kenia, Schwimm-Olympiasiegerin Ramomi Kromowidjojo für die Niederlande, die Schweizer Triathlonsiegerin Nicola Spirig und Englands Segelikone Ben Ainslie ihre jeweilige Nationalflagge mit Stolz.

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Musik total

Laut ÖOC-Auskunft haben noch folgende ÖOC-Aktive an der Schlussfeier teilgenommen: Michael Lahnsteiner, Corinna Kuhnle, Gerhard Mayer, Andreas Vojta, Thomas Daniel, Nadine Brandl, Livia Lang, Andreas Scherhaufer, Eva Maria Schimak, Lara Vadlau, Lisa Perterer, Andreas Giglmayr, Caroline Weber, Hilde Drexler, Ludwig Paischer, Markus Rogan, Yvonne Schuring, Viktoria Schwarz, Sabrina Filzmoser, Ivona Dadic, Nico Delle Karth, Matthias Schmid und Florian Reichstädter.

Nachdem zu Kate Bush‘s Hit „Running up that hill“ im Zentrum des Stadions 302 weiße Boxen als Symbol für die 302 Olympia-Bewerbe aufgebaut worden waren, erhielten die Top drei des Männer-Marathons von Rogge persönlich ihre Medaillen. Zudem wurde einigen Volunteers stellvertretend für ihre hervorragende Arbeit gedankt. Die Olympische Flagge wechselte traditionell ihren Besitzer, Rio de Janeiros Bürgermeister Eduardo Paes übernahm sie für die Spiele vom 5. bis 21. August 2016.

Bevor die Flamme erlosch, war noch Musik total. Britische Größen wie George Michael, Annie Lennox, die Kaiser Chiefs, die Spice Girls, Eric Idle oder Brian May und Roger Taylor von Queen begeisterten inmitten einer großen Lichtershow. Auch die Rio-Spiele stellten sich mit Musikeinlagen samt Fußball-Nationalheld Pele ein. Mit den Schlussworten von Sebastian Coe, Chef des London-Organisationskomitees, und Rogge gingen die Spiele zu Ende. Der musikalische Schlusspunkt des Abends blieb einem gemeinsamen Song aller Künstler vorbehalten.

(Thomas Blaschke ist Korrespondent der Austria Presse Agentur)


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