Stronachs Erster ist ein Kärntner Roter

Wien – „Jetzt warte ich einmal, wer da überhaupt antritt“, gab sich SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann gestern nach dem Ministerrat noch ...

Wien –„Jetzt warte ich einmal, wer da überhaupt antritt“, gab sich SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann gestern nach dem Ministerrat noch betont gelassen zur geplanten Partei­gründung und Kandidatur des austrokanadischen Industriellen Frank Stro­nach. Nur wenige Stunden später wusste Faymann dann: Der erste aktive Abgeordnete in Stro­nachs Reihen kommt mit dem 51-jährigen Gerhard Köfer aus den Reihen der Kärntner SPÖ. Partei und Parlamentsklub hat Köfer gestern von sich aus verlassen, nachdem ihm seine Landespartei den Ausschluss angedroht hatte.

Mitglieder des Nationalrats zu gewinnen, hat für Stronach einen besonderen Wert: Die Unterschriften von drei Abgeordneten reichen aus, um in ganz Österreich für den Nationalrat kandidieren zu können.

Andernfalls müsste die neue Partei in allen Bundesländern insgesamt 2600 Unterstützer gewinnen. In Tirol sind 200 Unterschriften erforderlich. Ein Antreten ist nur in jenen Bundesländern nötig, in denen die nö­ti­ge Zahl der Unterstützer erreicht wird.

Gerhard Köfer, er ist auch Bürgermeister der Bezirksstadt Spittal an der Drau, war vor der Sommerpause des Nationalrats aufgefallen, als er – schon ganz auf Stro­nach-Linie – den Euro-Schutzschirm ESM ablehnte. Vor zwei Jahren hatte er sich erfolglos um das Amt des Kärntner SPÖ-Vorsitzenden bemüht. Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter habe sich die Trennung auch schon länger abgezeichnet.

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Den Kontakt zu Stro­nach will Köfer über seine Nebenbeschäftigung als Energetiker gefunden haben. Er habe mit den Pferden des Milliardärs gearbeitet. (sabl, APA)


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