Erste Unternehmer wehren sich gegen verteuerte Kredite

Innsbruck – Nachdem mehrere Banken heuer die Aufschläge bei Firmenkrediten teils drastisch erhöht haben, stellen sich die ersten Unternehmer...

Innsbruck –Nachdem mehrere Banken heuer die Aufschläge bei Firmenkrediten teils drastisch erhöht haben, stellen sich die ersten Unternehmer auf die Hinterbeine. Bei der Hypo Tirol sind bereits erste Einsprüche ins Haus geflattert. Eine Jungunternehmerin etwa fordert die Hypo auf, die Verteuerung zurückzunehmen. Viele Unternehmer sind wegen der Verteuerungen empört, zumal dies bei Privatkrediten aufgrund des Konsumentenschutzes nicht möglich wäre. Die Wirtschaftskammer will nicht gegen die Bankklauseln vorgehen, die die Geldhäuser zur einseitigen Erhöhung der Aufschläge berechtigen.

„Jede Bank handhabt dies anders. Manche haben den Indikator gewechselt, das ist etwas versteckter. Bisher habe ich aber nicht vernommen, dass die Wirtschaftskammer gegen diese Klauseln vorgehen möchte – die Kammer wird nicht gegen Klauseln des eigenen Mitglieds vorgehen. Banken sind große Beitragszahler und haben das Recht, vertreten zu werden“, so Oswald Wolkenstein, Geschäftsführer der Sparten Banken und Industrie: „Wir haben aber immer gewarnt, dass die Basel-III-Vorgaben den Endkunden treffen werden. Getroffen hat es meist Kleinkunden, denn große Firmen haben direkte Vereinbarungen mit Banken.“ Er rät Unternehmern dazu, mit der Bank zu verhandeln.

Geprüft hatte auch die AK, ob sie gegen Klauseln bei Firmenkrediten vorgehen kann. „Die Klauseln sind fragwürdig, aber die AK kann nur bei Konsumentenfragen klagen. Hier wäre die Wirtschaftskammer gefordert“, so Tirols AK-Chef Erwin Zangerl. (mas)

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