Zukunftsforum zeigt Wildwuchs der Wälder auf

Stanzach – Drei Jahre haben Forscher der Uni Innsbruck und der Europäischen Akademie Bozen die Veränderung der Kulturlandschaft in den verga...

Stanzach –Drei Jahre haben Forscher der Uni Innsbruck und der Europäischen Akademie Bozen die Veränderung der Kulturlandschaft in den vergangenen 100 Jahren untersucht. Auch vier Außerferner Gemeinden wurden unter die Lupe genommen. Projektleiter Erich Tasser hält fest: „Landschaft ist kein Zufall. Sie ist gemacht von den Kräften der Natur und auch von uns Menschen. Landschaft ist immer auch ein Spiegelbild der Gesellschaft.“

In der Gesellschaft von heute leben immer weniger Menschen direkt von der Landwirtschaft. Für die Forscher steht fest: Der Rückgang der Bewirtschaftung hat seine Spuren hinterlassen. Die Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Bildern zeigt die brisante Entwicklung auf – vor allem vor dem Hintergrund der künftigen EU-Agrarpolitik. „Nach dem Wegfall des Milchkontingents im April 2015 wird das Höfesterben beschleunigt“, sind sich die Forscher einig. Und: „Mit dem Verschwinden der bäuerlichen Kulturlandschaft verliert auch der Tourismus sein wichtigstes Kapital.“

Mit diesen Szenarien setzt sich das Zukunftsforum Außerfern am Freitag, 31. August, ab 20 Uhr im Mehrzwecksaal von Stanzach auseinander und stellt den Umgang mit Landschaft zur Diskussion. Möglichkeiten zum Erhalt der Kulturlandschaft sollen ebenso erörtert werden wie Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Tourismus, Gewerbe und Industrie. Die Forscher werden dabei ihre Projektergebnisse präsentieren und sich mit der Bevölkerung auf die Suche nach Strategien für die Zukunft machen. Mit dabei sind u. a. Bauernkammerobmann Franz Kögl und Ortsplaner Armin Walch. TT-Redakteur Helmut Mittermayr moderiert die Podiumsdiskussion.

Mit dem alljährlichen Zukunftsforum lädt die Regionalentwicklung Außerfern (REA) Entscheidungsträger, Experten und interessierte Bürger ein, sich am Diskussionsprozess zu Fragen der regionalen Entwicklung zu beteiligen. (TT, fasi)

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