Fans tragen die Magie von Dirty Dancing weiter

Los Angeles, New York – Die Fans von „Dirty Dancing“ durchleben wieder ein Wellenbad der Gefühle. Einerseits drehen sich die Gedanken um Pat...

Los Angeles, New York –Die Fans von „Dirty Dancing“ durchleben wieder ein Wellenbad der Gefühle. Einerseits drehen sich die Gedanken um Patrick Swayze, der am Samstag 60 Jahre alt geworden wäre. Andererseits freuen sich viele auf das anstehende Jubiläum, morgen jährt sich die Filmpremiere zum 25. Mal.

Mit dem Aufruf zu Liebesbezeugungen – und Spenden für den Kampf gegen Krebs – haben Fans am Wochenende des „Dirty Dancing“-Stars gedacht. Der amerikanische Schauspieler, Tänzer und Sänger starb vor knapp drei Jahren an den Folgen eines Bauchspeicheldrüsentumors.

Auf der Webseite seiner internationalen Fan-Gemeinde hieß es: „Umarmt jemanden, der euch nahesteht. Und sagt denen, die ihr liebt, dass ihr sie liebt – so lange sie noch bei euch sind.“ Swayze selbst hatte in dem Buch „The Time of My Life“, das er zusammen mit seiner Frau Lisa Niemi schrieb, geraten: „Die größte Ehre, die man einem geliebten Toten erweisen kann, ist, das von ihm Gelernte im eigenen Leben anzuwenden.“ Swayze war knapp 35, als er mit „Dirty Dancing“ zu Weltruhm kam. Der Tanzklassiker war mit einem knapp bemessenen Budget und weitgehend unbekannten Schauspielern in nur sechs Wochen Drehzeit aus dem Boden gestampft worden. Mit 170 Millionen Dollar (heute 140 Millionen Euro) spielte er das 30fache seiner Produktionskosten ein.

Auch 25 Jahre nach der Premiere zieht der Film immer noch die Menschen in seinen Bann. Vor allem im kleinen Städtchen Lake Lure im US-Bundesstaat North Carolina, wo viele Szenen gedreht wurden, will jeder Jonny oder Baby sein. Wassermelonen-Rennen, Hebefiguren-Wettbewerb, Tanzstunden und eine große Freilichtvorführung: Rund um den Kultfilm feiert das kleine Städtchen seit 2010 jedes Jahr ein Festival. Unter den Besuchern seien von Teenagern bis Rentnern alle Altersgruppen dabei, sagt die Festivalchefin Jo Beyersdorfer: „Schon immer sind Menschen nach Lake Lure gekommen. Sie haben sich den See angeschaut – ja, genau den, in dem die berühmte Hebefiguren-Szene stattfand – und die schöne Natur genossen“, sagt sie.

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Als Patrick Swayze gestorben ist, sei mehr daraus geworden. Auf einmal versammelten sich mehr als 1000 Menschen mit Kerzen am See, um Swayze zu betrauern. „Da wussten wir, wir müssen etwas machen, um die Leidenschaft von Swayze zu feiern und die Magie dieses Films weiterzutragen“, erklärt Beyersdorfer, warum das Festival ins Leben gerufen wurde. (TT, APA, dpa)


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