Moped erreichte bei Kontrolle Tempo 100

Von Thomas Hörmann...

Von Thomas Hörmann

Innsbruck –Aktion scharf in der Innsbrucker Mopedszene: Polizisten der Verkehrsinspektion Wilten machten in den vergangenen Tagen Jagd auf zu schnelle Zweiräder. Mit Erfolg – die vom Gesetz auf 45 km/h beschränkten Fahrzeuge erreichen teilweise erstaunliche Geschwindigkeiten.

„Wir waren vor allem am Baggersee und beim Tivoli-Schwimmbad unterwegs“, erzählt Robert Kofler von der Wiltener Verkehrsinspektion: „Eben dort, wo zahlreiche Jugendliche mit ihren Mopeds anzutreffen sind.“

Ob die Zweiräder dem Gesetz entsprechen, ist für die erfahrenen Uniformierten oft schon am Parkplatz abschätzbar. „Wenn ein gekrümmter Sportauspuff am Roller montiert ist, schrillen bei uns schon die Alarmglocken“, erzählt Kofler.

Etwa 20 Mopeds landeten in den vergangenen drei Tagen am so genannten Rollenprüfstand: „Das ist ein geeichtes Gerät, das im Stand die Höchstgeschwindigkeit der Zweiräder messen kann“, erklärt Kofler.

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Den Geschwindigkeitsrekord bei der Aktion scharf hält ein Jugendlicher aus Innsbruck: Bei der Kontrolle seines Mopeds blieb die Geschwindigkeitsanzeige der „Rolle“ erst bei Tempo 100 stehen.

Ein weiterer Jugendlicher versuchte mit einer kuriosen, technisch ausgefeilten Methode die Beamten zu täuschen. „Der Bursche fuhr mit relativ hohem Tempo an uns vorbei. Als wir das Fahrzeug auf den Rollenprüfstand stellten, schaffte es gerade einmal 27 km/h“, so der Verkehrs­polizist.

Des Rätsels Lösung: Im Moped war eine Blackbox (eine Steuereinheit für den Motor) eingebaut, die bei Bedarf auf Knopfdruck die Leistung des Fahrzeugs reduziert. „Um die Mopeds schneller zu machen, werden häufig auch die Drosseln aus den Auspuffanlagen entfernt.“

Bei fünf Zweirädern waren die Mängel so gravierend, dass die Beamten die Kennzeichen abnehmen mussten. Außerdem wurden die Lenker angezeigt. Kofler: „Das war nicht die letzte Aktion scharf.“


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