Mure bringt Kritiker in Rage

Umhausen – Montag gegen 21 Uhr entluden sich auch in Umhausen schwere Gewitter. Das Gerinne der Siedlung Farst schwoll an, beide Rückhaltebe...

Umhausen –Montag gegen 21 Uhr entluden sich auch in Umhausen schwere Gewitter. Das Gerinne der Siedlung Farst schwoll an, beide Rückhaltebecken wurden vollgemurt. Gleichzeitig trat nach langer Pause der weiter talauswärts liegende Acherbach über die Ufer, vermurte Felder und Wald. Ausläufer der Acherbachmure erreichten die Ötztaler Ache und damit fast genau jene Stelle, an der das Staubecken für das Ausleitungskraftwerk Tumpen-Habichen entstehen soll. Für Kraftwerkskritiker Alfred Kuen aus Tumpen eine Untermauerung seiner Auffassung, wonach „diese Stelle des Tales für Energiegewinnung ungeeignet ist“. Bis 1904 habe am Acherbach eine Siedlung bestanden, diese musste aber aufgegeben werden, „alleine daran sieht man, wie deplatziert ein Kraftwerk hier ist“.

Man habe bei der Projekteinreichung ein zweites Rückhaltebecken am Acherbach geplant, „dies war den Anrainern nicht recht“, kontert BM Jakob Wolf. „Wenn die Behörde nun meint, wir sollten stattdessen die Ache um einen Meter eintiefen, soll uns das recht sein.“ Kuen nütze jedes Naturereignis, um Stimmung gegen das Projekt zu machen. (best)

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