Neue Atomgespräche mit dem Iran am Freitag in Wien

Die IAEO bestätigte damit die Angaben von Diplomaten. Mit einem Durchbruch wird jedoch nicht gerechnet.

Wien - Die Atomgespräche zwischen der Atomaufsichtsbehörde IAEO und dem Iran werden noch in dieser Woche fortgesetzt. Die nächste Runde der Verhandlungen werde am Freitag in Wien stattfinden, erklärte die IAEO am Dienstag und bestätigte damit Angaben von Diplomaten. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Mit einem Durchbruch im Atomstreit rechneten Diplomaten nicht.

Wenige Tage nach dem neuen Gesprächstermin erscheint der neueste IAEO-Quartalsbericht über das iranische Atomprogramm. Damit wäre das Treffen am Freitag eine Möglichkeit für die Islamische Republik, den Inhalt des Reports in letzter Minute in ihrem Sinn zu beeinflussen.

Zuletzt hatten IAEO und der Iran im Juni ohne Erfolg nach einer Lösung des Streits gesucht. Iran steht im Verdacht, unter zivilem Deckmantel an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet dies. Vor allem Israel fühlt sich angesichts zahlreicher Vernichtungsdrohungen der Führung in Teheran durch das iranische Atomprogramm bedroht und schließt eine Militäraktion nicht aus.

Die USA lockern indes vorübergehend Sanktionsregeln zu finanziellen Transaktionen, um Erdbebenhilfe für den Iran zu erleichtern. Das Finanzministerium erteilte nach eigenen Angaben am Dienstag Nichtregierungsorganisationen eine Sondergenehmigung, 45 Tage lang Geld für humanitäre Hilfe und Wiederaufbauhilfe für den Iran zu sammeln. Jede der NGOs darf demnach bis zu 300.000 Dollar (etwa 240.000 Euro) in den Iran schicken.

Die US-Regierung selbst hatte nach dem Beben am 11. August Hilfe für das iranische Volk angeboten. Die Führung in Teheran lehnte das aber ab und warf den USA Heuchelei vor. (APA/Reuters)


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