Ich bin nicht Carson Palmer

Wenn einer eine Reise tut, kann er viel erzählen. So wie Mario Rinner von den SWARCO Raiders, der derzeit dem NFL-Team der Oakland Raiders über die Schulter schaut.

Liebe Leserinnen und Leser von TT.com,

berühmt sein ist sicher nichts Schlimmes. Nur verwechselt zu werden und so zu ungewollter Berühmtheit zu gelangen, das ist schon irgendwie blöd. Und dann noch damit aufgezogen werden von den Freunden und Kollegen, das geht gar nicht. Und genau das war mir hier in Napa Valley geschehen.

Was war geschehen, fragt ihr euch? Am Sonntagabend gingen wir zum Essen und liefen am Hotelpool vorbei. Plötzlich riefen zwei Knirpse „Carson, Carson, can we have your autograph.” Ich drehte mich um, doch es war kein Carson zu sehen. Die Kids meinten Carson Palmer, den Quarterback der Oakland Raiders. Und ganz offensichtlich hielten sie mich für eben diesen. Ich musste die beiden Jungs enttäuschen, kann mir aber seither das Gespött meiner Kollegen anhören. Damit sollte heute aber Schluss ein. Ich war auf einer Mission.

Doch bevor ich diese erfüllen konnte, mussten wir den Montag erst einmal rumbringen. Da hatten wir frei, denn die Raiders hatten frei. Also war ich bei meinem zweiten Baseball-Spiel überhaupt. Wir waren nämlich eingeladen, die Oakland Athletics zu besuchen. Das ist das örtliche Major-League-Team und hat immerhin vier Mal die World Series gewonnen. Ich bin persönlich kein großer Baseball-Fan, aber es war trotzdem etwas Besonderes, dass wir die Oakland A’s beim Training besuchen durften. Wir haben einige Stars der Athletics kennengelernt. Das waren nette Jungs. Am Abend haben wir uns das Spiel der A’s gegen Minnesota angeschaut. Es war zwar etwas kalt in Oakland, aber dennoch hatte ich eine Menge Spaß.

Der Dienstag stand dann wieder ganz im Zeichen der Oakland Raiders. Und ich konnte endlich mit den Gerüchten aufräumen, ich sei Carson Palmer. Nach dem Training wurden wir dem Quarterback der Raiders vorgestellt. Im Gespräch gab mein Teamkollege Florian Grein dann sogleich die Story mit den Jungs am Pool zum Besten. Carson lachte nur und meinte, dass es ihm die Verwechslung echt leid täte, sähe ich doch viel besser aus als er. Nun, über Geschmack lässt sich nicht streiten und es wurde eindeutig klargestellt, dass ich nicht Carson Palmer sondern Mario Rinner bin (siehe Foto).

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Dennoch ist es mir sehr wichtig, den Flo zum Lachen zu bringen. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, ihn mit extrem vielen Lachfalten wieder nach Hause zu schicken. Also werde ich auch in den kommenden Tagen versuchen, für viel Spaß und gute Laune zu sorgen. Lasst euch überraschen, was noch so passiert. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Servus, Euer Mario.

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Zur Person: Mario Rinner fing vor 17 Jahren bei den SWARCO Raiders mit dem Football spielen an. Der Nationalspieler Österreichs gehört seit vielen Jahren zu den besten Defensivakteuren Europas. 2004 wurde er als Outside Linebacker zu Düsseldorf Rhein Fire in die NFL Europa eingeladen. Rinner gewann drei Mal den Austrian Bowl (2004, 2006, 2011), den EFAF-Cup (2004) und drei Mal den Eurobowl (2008, 2009, 2011) mit den SWARCO Raiders. 2004 und 2006 wurde er zum Defensive MVP der Austrian Football League (AFL) ernannt. Seit zehn Jahren gehört er zum Coaching Staff der Tiroler. Für TT.com schreibt Rinner über seine Erlebnisse im Trainingscamp der Oakland Raiders, dem Partnerteam der SWARCO Raiders.


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