Obama und Romney in Umfragen immer näher beisammen

Egal ob Obama führt - was er meistens tut - oder Romney, seit Wochen liegen die Werte der Kontrahenten in der Regel nur ein bis zwei Prozentpunkte auseinander.

Knapp drei Monate vor der Präsidentschaftswahl in den USA liegen Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney in den meisten Umfragen immer enger Kopf an Kopf. Egal ob Obama führt - was er meistens tut - oder Romney, seit Wochen liegen die Werte der Kontrahenten in der Regel nur ein bis zwei Prozentpunkte auseinander, also innerhalb der statistischen Fehlerquote.

So gaben in der aktuellen der regelmäßig vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Nachrichtenagentur AP durchgeführten Wählerbefragungen 47 Prozent an, Obama wählen zu wollen, 46 Prozent sprachen sich für Romney aus. Die Umfrage war zwischen dem 16. und 20. August unter 885 registrierten Wählern durchgeführt worden. Das Ergebnis unterscheidet sich damit nur geringfügig von einer früheren AP-GfK-Umfrage im Juni. Damals hatten sich 47 Prozent der Wähler für Obama ausgesprochen und 44 Prozent für Romney.

Damit hatte die Ernennung von Paul Ryan als Romneys Vizekandidat offenkundig keinen großen Einfluss auf die Wahlentscheidungen. Welche Auswirkungen die jüngsten Turbulenzen um bizarre Abtreibungs-Aussagen des republikanischen Senatskandidaten Todd Akin und die Initiative ultrakonservativer Republikaner für ein generelles Abtreibungsverbot auf die Sympathiewerte Romneys haben werden, ist an den derzeit veröffentlichten Umfragen allerdings noch nicht abzulesen.

Der GfK-Umfrage zufolge sind 23 Prozent der Wähler noch unentschieden. Unter jenen Wählern, die keiner Partei zuzuordnen sind, liegt Romney gegenüber Obama leicht im Vorteil. 41 Prozent der Unabhängigen sprachen sich für den früheren Gouverneur des Staats Massachusetts aus, 30 Prozent für Obama. Rund 21 Prozent der Unabhängigen erklärten, sie unterstützten keinen der beiden.

Der Nominierungsparteitag der Republikaner in Tampa in Florida beginnt am kommenden Montag. Die Demokraten halten ihren Parteitag eine Woche später in Charlotte in North Carolina ab. Die Präsidentschaftswahl findet am 6. November statt.


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