Gasfirma sorgt mit makaberer Auschwitz-Werbung für Skandal

Zusammen mit dem Slogan „Gasheizung - flexibel, bequem und effektiv“ war die Aufschrift des Lagertores tagelang auf der Webseite zu sehen.

Die Nazis ermordeten Millionen von Juden und anderen Bevölkerungsgruppen in Vernichtungslagern. Im Bild der Eingang zum Stammlager in Auschwitz.
© EPA

Riga/Tallinn - Mit dem berüchtigten Auschwitz-Schriftzug „Arbeit macht frei“ auf ihrer Webseite hat eine Gasinstallationsfirma in Estland Empörung ausgelöst. Zusammen mit dem Slogan „Gasheizung - flexibel, bequem und effektiv“ sei die Aufschrift des Lagertores von Auschwitz mehrere Tage auf der Unternehmenspräsentation zu sehen gewesen, berichtete die Zeitung „Eesti Päevaleht“ am Freitag. Nach heftigen Protesten ersetzte die Firma den Schriftzug mit dem Bild eines Gasbrenners.

Auschwitz-Birkenau war das größte der nationalsozialistischen Vernichtungslager. Während des Zweiten Weltkriegs wurden dort mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet. Die meisten Opfer waren Juden. Der Geschäftsführer der Installationsfirma hatte das beanstandete Foto selbst bei einem Auschwitz-Besuch gemacht. Nach dem Eklat schrieb er auf die Firmenwebsite: „Wenn das zuvor hier platzierte Bild Unannehmlichkeiten verursacht haben sollte, bitten wir aufrichtig um Entschuldigung.“ (APA/dpa)

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