17 – Eine Zahl für die Ewigkeit

Der HCI verlor gestern ein Testspiel gegen Zagreb mit 2:4 – Rem Murrays Nummer 17 wird ab sofort nie mehr vergeben.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Gut Ding braucht Weile. Eine gewisse Anlaufzeit benötigte das Haie-Fest gestern schon, bis die zahlreichen Biertische in und rund um die Tiwag-Arena besetzt waren. Aber das muss ja nichts Schlechtes bedeuten. Schließlich war ja auch die Rückkehr des HC Innsbruck in die höchste österreichische Eishockey-Liga eine schwere Geburt. Eine Stunde nach der Eröffnung waren die Sitzmöglichkeiten aber gut gefüllt – etwa 200 Haie-Sympathisanten fachsimpelten und lachten um die Wette. Vorfreude auf die neue Saison lag in der Luft.

„Ich traue der Mannschaft sehr viel zu. Unsere Tiroler sind gute Burschen. Wenn die Legionäre einschlagen, wird das schon was“, meint HCI-Fan Stefan Stangl. Damit zählte er zu den Vertretern des Optimismus.

Andere wie Gernot Weniger, Initiator der „HCI-in-die-EBEL-Faninitiative“ vom vergangenen Sommer, geben sich noch etwas zurückhaltender: „Man muss einmal schauen, was die Legionäre zeigen. Aber ich bin glücklich, dass wir wieder in der EBEL spielen. Der Weg, den der Verein jetzt geht, ist gut. Mehr wie Letzter können wir auch nicht werden.“

Das Fest war der richtige Vorgeschmack auf den nächsten Innsbrucker Härtetest. Mit Zagreb gastierte ein Halbfinalist der vergangenen EBEL-Saison zum Testgalopp in Innsbruck. Noch vor dem Eröffnungsbully erhielt mit Rem Murray der dritte Spieler in der Vereinsgeschichte eine „retired number“. Die Nummer 17 des ehemaligen NHL-Legionärs wird in Innsbruck nicht mehr vergeben. Eine Ehre, die bisher nur Greg Holst (Nummer 14) und Claus Dalpiaz (31) zuteilwurde.

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Die richtige Motivationsspritze für die Haie, die im ersten Drittel gut mithielten – vor allem defensiv. So ging es torlos in die erste Drittelpause.

Im zweiten Abschnitt gingen die Haie vor 1300 Zuschauern durch Aaron Fox sogar in Führung. Doch Treffer des Ex-Innsbruckers Letang und Naglich drehten das Spiel für die Kroaten. Schlussendlich stand eine 2:4-Pleite zu Buche. „Das war eine gute Leistung. Aber wir müssen unsere Chancen besser verwerten“, meinte Verteidiger Stefan Pittl.

Schon beim Test gegen Vitkovice Steel (CZE/3:4) hatten sich die Haie unter der Woche stark präsentiert. Gegen den gleichen Gegner musste sich Liga-Konkurrent Villach am Freitagabend auf eigenem Eis mit 1:9 geschlagen geben. Ein gutes Omen für die in zwei Wochen startende Saison.


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