Wacker nach Pleite gegen Austria weiter am Tabellenende

Ein Eigentor von Martin Svejnoha leitete die 0:2-Niederlage ein. Tomas Jun sorgte für die Entscheidung.

Wien – Der FC Wacker Innsbruck steckt weiter in der Krise. Beim Auswärtsspiel am Samstag gegen die Wiener Austria kassierten die Tiroler eine verdiente 0:2-Niederlage. Eingeleitet wurde die Pleite durch ein Eigentor von Abwehrspieler Martin Svejnoha (17.), Tomas Jun (58.) sorgte für die Entscheidung. Damit blieben die Schwarz-Grünen auch im neunten Auswärtsspiel in Serie ohne vollen Erfolg, kassierten die fünfte Niederlage in der noch jungen Saison und stecken in der Tabelle weiter auf dem letzten Platz fest. Die Austria übernahm hingegen zumindest für einen Tag die Tabellenführung.

Austria-Trainer Stöger nahm nach dem 1:0-Erfolg in Ried nur zwei Umstellungen vor. Für den in die zweite englische Liga zu Wolverhampton abgewanderten Margreitter rückte Rogulj in die Innenverteidigung und Linz ersetzte den verletzten Kienast an vorderster Front. Bei den Tirolern gab es im Vergleich zum bitteren Heim-2:3 gegen Wiener Neustadt drei Veränderungen. Goalie Egger (für den kranken Safar) sowie Dakovic (Bergmann) und Perstaller (Fernandes) standen in der Startformation.

Vor der Pause bekamen die 7.380 Zuschauern nur magere „Fußball-Kost“ geboten. Wacker verkaufte sich zu Beginn recht ordentlich, fing den Anfangssturm der Wiener gut ab. Mit der ersten halbwegs gefährlichen Aktion gelang der Austria aber trotzdem das 1:0 (17.) - allerdings nur dank tatkräftiger Unterstützung der Tiroler. Nachdem Vrsic aus 25 Metern abgezogen hatte, beförderte Svejnoha den abgeblockten Schuss vor Linz per Kopf ins eigene Tor. Safar-Ersatz Egger war machtlos.

Mit der Führung im Rücken kombinierte die Austria ein wenig befreiter. Ein Schuss von Stankovic aus 17 Metern ging knapp an der linken Stange vorbei (24.). Doch auch die Tiroler kamen einem Torerfolg nahe. Schütz ließ Suttner stehen, schoss aber aus halbrechter Position aus kurzer Distanz knapp daneben (33.). Kurz vor dem Pausenpfiff konnte sich Wacker-Goalie Egger noch bei einem Halbvolley von Jun auszeichnen (44.).

Auch nach dem Seitenwechsel mühten sich die Wiener Richtung „Pflichtsieg“. Wacker ließ die Chance auf den Ausgleich aus, ein Kopfball von Perstaller nach Wernitznig-Flanke ging vorbei (54.). Stöger reagierte nach 57 Minuten und brachte für den völlig farblos gebliebenen Linz den wiedergenesen Gorgon in die Partie. Und schon eine Minute später war die endgültige Entscheidung perfekt und wieder war etwas Glück im Spiel.

Egger konnte einen Grünwald-Abschluss noch parieren, Jun staubte aber per Kopf zum 2:0 ab (58.). Die Innsbrucker konnten sich nicht mehr entscheidend aufbäumen, ganz im Gegenteil waren die Wiener gar dem 3:0 näher: Ein Kopfball von Jun ging vorbei (61.), zudem wurde ein Konter stümperhaft nicht richtig zu Ende gespielt (72.) und hielt Egger einen Gorgon-Schuss (79.). Die Tiroler sind nun im direkten Duell mit den Favoritnern schon seit acht Spielen sieglos.

„Wir sind unglücklich in Rückstand geraten, haben ein, zwei Chancen auf den Ausgleich vergeben. Die Leistung war in Ordnung“, analysierte Wacker-Coach Walter Kogler. An Svejnohas Eigentor wollte er die Pleite nicht festmachen: „Ein Spieler alleine hat nie schuld an der Niederlage. Aber momentan passieren zu den unpassendsten Momenten die unpassendsten Dinge.“ Für eine personelle Verstärkung spricht sich Kogler dennoch aus: „Wir brauchen einen Stabilisator in der Abwehr. Auch wenn ich überzeugt bin, dass wir in der derzeitigen Besetzung die Klasse halten können.“

Kommende Woche (Samstag, 18.30 Uhr) trifft der FC Wacker zuhause im Duell zweier kriselnder Teams auf Red Bull Salzburg. (APA, tt.com)

FK Austria Wien - FC Wacker Innsbruck 2:0 (1:0)

Wien, Generali Arena, 7.380, SR Harkam

Tore: 1:0 (17.) Svejnoha (Eigentor), 2:0 (58.) Jun

Austria: Lindner - Dilaver, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Holland, Simkovic - Stankovic (80. Murg), Vrsic (46. A. Grünwald), Jun - Linz (57. Gorgon)

Wacker: Egger - Dakovic, Kofler, Svejnoha, Hauser - Abraham - Schütz (63. Piesinger), Saurer (76. Bergmann), Merino (84. Fernandes), Wernitznig - Perstaller

Gelbe Karten: Stankovic bzw. Dakovic, Kofler, Piesinger

Die besten Spieler: Holland, Jun bzw. keiner