Landespolitik

Demo der Grünen in Ischgl unerwünscht

Ischgl – Etwa 15 Personen rund um Tirols Grünen-Chefin LA Ingrid Felipe und LA Gebi Mair haben für heute Samstag eine Bergtour auf den Piz V...

Ischgl –Etwa 15 Personen rund um Tirols Grünen-Chefin LA Ingrid Felipe und LA Gebi Mair haben für heute Samstag eine Bergtour auf den Piz Val Gronda (2811 Meter) bei Ischgl samt Übernachtung in Zelten geplant. Zweck der Übung ist eine Protestaktion. „Wir setzen ein Signal gegen die Entscheidung des Landes, den Berg für eine Lifterschließung freizugeben“, erklärte Grünen-Sprecher Sebastian Müller. „Jeder von uns hat 15 Kilo Gepäck im Rucksack. Auf ein Lagerfeuer verzichten wir. Die Suppe wärmen wir mit kleinen Gaskochern.“

Dass sich in Ischgl die Freude über die Gästegruppe der Grünen und Alpenvereinsmitglieder in Grenzen hält, zeigt ein Schreiben von Stefan Walser, Obmann der Alpe Fimba, an LA Mair: „Da an mich keine Anfrage ergangen ist, hat es den Anschein, dass Sie nicht die Absicht haben, die Grundeigentümer zu informieren. Ich darf festhalten, dass die Aktion gegen unsere und die Interessen der Ischgler Bevölkerung gerichtet ist und in unserem Dorf als Provokation empfunden wird.“ Walser kündigte an, er werde rechtliche Schritte gegen die Aktion einleiten, „um unseren ungestörten Besitzstand zu wahren“.

Landecks Bezirkshauptmann Markus Maaß hingegen sagt: „Die Grünen haben diese Versammlung am Piz Val Gronda angemeldet, wir nehmen sie zur Kenntnis.“ Die Behörde habe den Veranstaltern bereits eine entsprechende Bescheinigung zugeschickt. Eine Möglichkeit der Untersagung gebe es nur, wenn gefährliche Umstände vorlägen, etwa bei einer Autobahnblockade, klärt der Bezirkshauptmann auf.

Vom Schreiben des Almobmannes sei man wenig beeindruckt, betont Müller und zeigt die Beweggründe der Grünen auf: „Wo Naturzerstörung zum System wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ (hwe)