Mutter wollte in Vorarlberg Wohnung mit schlafenden Kindern anzünden

Landeskriminalamt ermittelt wegen schwerer Nötigung und Gefährdung.

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© thomas boehm

Bregenz - Eine 28-jährige Frau hat in der Nacht auf Sonntag in Bludenz versucht, die Wohnung ihrer Familie in Brand zu stecken, während ihre beiden fünf und acht Jahre alten Kinder schliefen. Der Ehemann konnte Schlimmeres verhindern. Verletzt wurde niemand. Man ermittle unter anderem wegen schwerer Nötigung und Gefährdung, so Norbert Schwendinger vom Vorarlberger Landeskriminalamt (LKA).

Das Ehepaar aus Bludenz hatte offenbar seit längerem Beziehungsprobleme. Bei einem Telefonat mit ihrem Mann, der sich auf einer privaten Feier befand, kündigte die alkoholisierte Frau Sonntag gegen 0.30 Uhr früh an, die Wohnung in dem Mehrparteienhaus anzünden zu wollen. Sie legte eine Plastiktischdecke auf den eingeschalteten Herd. Es entstand ein Schmorbrand mit starker Rauchentwicklung.

Der 29-jährige Mann, der sofort heimkehrte, kam noch rechtzeitig. Er schaltete den Herd aus, öffnete die Fenster und verständigte die Einsatzkräfte. Die Kinder, die in einem Nebenraum schliefen, wurden zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht. Sie bekamen laut Schwendinger von dem Vorfall nichts mit und blieben wie die Frau unverletzt.

Aufgrund der Vorgangsweise sei von schwerer Nötigung und Gefährdung auszugehen, so Schwendinger. Zudem werde wegen Brandstiftung ermittelt. Gegen die 28-Jährige wurde ein Haftbefehl erlassen, sie werde zu den Hintergründen der Tat befragt, hieß es. Die Kinder seien vorerst bei den Eltern des Mannes untergebracht. (APA)


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