Margreiter wirbt für die Tirol Werbung

Generalversammlung hat im zweiten Anlauf das Budget der Tirol Werbung für 2013 abgesegnet. Land und Wirtschaftskammer zahlen 600.000 Euro weniger und frieren Zuwendungen auf 14,6 Mio. € bis 2015 ein.

Innsbruck –Damit Tirol-Werbung-Chef Josef Margreiter Tirol weiterhin mit bis zu 25 Millionen Euro vermarkten kann, muss er jetzt für die Tirol Werbung werben. Schließlich muss er 2013 mit 600.000 Euro weniger von Land Tirol und Tourismusförderung auskommen. Die Wirtschaftskammer zahlt wie bisher 150.000 Euro. 14,640 Mio. Euro erhält die Tirol Werbung im nächsten Jahr aus Landesmitteln, der Betrag wird sich in den nächsten zwei Jahren auch nicht erhöhen. Das haben die Eigentümer der Tirol Werbung, das Land Tirol, der Tourismusförderungsfonds und die Wirtschaftskammer gestern so festgelegt.

Margreiter kann damit leben. „Die Sparvorgaben des Landes sind zu respektieren, wenngleich ich trotzdem auf eine Wertanpassung drängen werde.“ Rund 23,8 Mio. Euro gibt die Tirol Werbung heuer für Kommunikation und Marketing aus. Margreiter ist überzeugt, dass er die Lücke durch zusätzliche Kooperationen und durch Einsparungen schließen kann. „Unser Ziel ist es, rund zehn Millionen Euro am Markt für das Marketing zu erwirtschaften.“

Die öffentliche Diskussion über das Budget der Tirol Werbung in den vergangenen Tagen hat aus der Sicht Margreiters leider einen Schatten auf die sehr gute Sommerbilanz und die guten Vorzeichnen für den Winter geworfen. „Andererseits bekommen wir Komplimente, weil wir uns mit unserem Budget sehr effizient am Markt bewegen.“

Von Konflikten im Zusammenhang mit der neuen Struktur und der stärkeren Einbindung der Tourismusverbände im Tirol Tourism Board will Margreiter nichts wissen. Im Gegenteil. „Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend. Es ist wichtig, dass die Tirol Werbung und die Tourismusverbände an einem Strang ziehen.“ Nur so könne man erfolgreich sein, fügt Margreiter hinzu.

Die Einsparungen in der Tirol Werbung betreffen laut Margreiter die Bildung der Rücklagen, „die jetzt nicht so hoch ausfallen wird“. Und im Personalbereich werde stets optimiert, obwohl es bei den Verwaltungskosten in den vergangenen Jahren keine Steigerungen gegeben habe. „Und das muss uns erst einmal einer nachmachen.“

Für die Kalamitäten im Tourismusverband Osttirol findet Margreiter klare Worte. „In einem Tourismusverband darf nicht Politik gemacht werden, ansonsten sind Probleme programmiert. Das habe ich schon mehrmals den Osttirolern gesagt.“

Doch zurück zur Tirol Werbung: Für FPÖ-Landtagsklubobmann Gerald Hauser ist es notwendig, dass das Budget der Tirol Werbung durch ein Expertenteam, bestehend aus erfahrenen Touristikern, Wirtschaftsfachleuten, Vertretern des Landes und Mitgliedern aller Landtagsfraktionen analysiert und bewertet wird. (pn)


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