Einigung zwischen Griechenland und Gläubigern

In den Gesprächen zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Gläubigern des Landes über neue Spar- und Reformmaßnahmen ist eine Einigung erzielt worden. „Wir haben die Verhandlungen über die Maßnahmen und den Haushalt heute beendet“, teilte der griechische Regierungschef Samaras mit. Auch auf internationaler Ebene fanden neue Gespräche über Griechenland statt.

In der vergangenen Woche hatte der griechische Finanzminister Stournaras bereits eine Einigung mit den internationalen Gläubigern verkündet und erklärt, sein Land erhalte wie gewünscht zwei Jahre Aufschub zur Erreichung der Spar- und Reformziele. Diese Darstellung wiesen allerdings die Verhandlungspartner zurück.

Um den Staatsbankrott zu verhindern, braucht Athen im November eine neue Tranche im Umfang von gut 31 Mrd. Euro aus seinem internationalen Hilfspaket. Bisher wurde die Auszahlung blockiert, um den Ausgang der Verhandlungen der Gläubigertroika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit Athen abzuwarten.

Athen fordert zwei Jahre mehr Zeit, was nach Angaben aus EU-Kreisen bis zu 30 Mrd. Euro zusätzlich kosten könnte. Am Mittwoch wollen die Finanzminister der Eurozone bei einer Telefonkonferenz über die Krise in Griechenland beraten. Am 22. und 23. November soll ein EU-Sondergipfel in Brüssel tagen.

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Auch am Dienstagnachmittag dürfte Griechenland Thema bei einem hochrangigen Treffen in Berlin sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will unter anderen mit IWF-Chefin Christine Lagarde und Weltbankchef Jim Yong Kim zusammenkommen. Bereits am Montag gab es ein entsprechendes Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris.


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