Keine Kraftwerksanteile für Gemeinden

Virgen, Prägraten – Beim Virgentaler Kraftwerk „Wasserkraft Obere Isel“ erhalten die Gemeinden Virgen und Prägraten, entgegen den ursprüngli...

Virgen, Prägraten –Beim Virgentaler Kraftwerk „Wasser­kraft Obere Isel“ erhalten die Gemeinden Virgen und Prägraten, entgegen den ursprünglichen Plänen, vorerst keine Anteile. Die Firma Infra, die das Kraftwerk gemeinsam mit den zwei Gemeinden vorantreibt, wird 100 Prozent der Projektgesellschaft übernehmen. Das erklärt Infra-Geschäftsführer Wolfgang Widmann in einer Aussendung. Eigentlich hätten Virgen und Prägraten je ein Viertel an der neuen GmbH halten und ihre Anteile dann teilweise verkaufen sollen. Zuletzt wurde bekannt, dass die Wien Energie, Österreichs größtes Energiedienstleistungsunternehmen, Interesse an einer Beteiligung hat – die TT berichtete.

Grund dafür, dass die Gemeinden vorerst leer ausgehen, sind Einwendungen der Bezirkshauptmannschaft Lienz­. Die Behörde habe laut Widmann „Nachbesserungen“ gefordert. Die sollen in den nächsten Wochen erfolgen, sagt der Virger Bürgermeister Dietmar Ruggen­thaler. Um das Vorhaben nicht zu verzögern, übernimmt also­ die Infra vorerst 100 Prozent der Projekt-GmbH. Das Stammkapital beträgt 200.000 Euro, Sitz der Gesellschaft ist Virgen. Geplant ist, den Einstieg der beiden Gemeinden nachzuholen, sobald die Behörde grünes Licht gibt. „Virgen und Prägraten bekommen eine notariell hinterlegte Option auf 50 Prozent“, erklärt Widmann. Das Kraftwerksprojekt im Osttiroler­ Virgental ist insgesamt 142 Millionen schwer. (TT)

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