Für den Playboy enthüllt

Die Tirolerin Clivia Treidl ziert derzeit das Titelblatt des Männermagazins „Playboy“. Die 25-jährige „Miss November“ war bereits bei Stefan Raab zu Gast und hat Chancen, Playmate des Jahres zu werden.

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Von Nicole Unger

Innsbruck –Natürlich. Es gibt den einen oder anderen, der liest den Playboy aufgrund der guten Geschichten. Aber seien wir ehrlich: Im Vordergrund des bekannten Männermagazins stehen immer noch die Damen – und zwar wie Gott sie schuf.

Wer den aktuellen Jänner-Playboy kauft, hält auch ein Stück Tirol in den Händen. Mit Kapitänsmütze und Dessous bekleidet, lächelt die 25-jährige Jenbacherin Clivia Treidl als einzige Österreicherin vom Cover. Normalerweise sind es Promis, die das Titelblatt des Männer-Glamourmagazins zieren, aber einmal im Jahr ist die Seite für die Playboy-Models des Monats reserviert. Nämlich dann, wenn es um die Wahl zur Playmate des Jahres geht.

Während sich acht ihrer dreizehn Model-Kolleginnen (darunter Zwillinge) mit der Innenseite des aufklappbaren Faltcovers begnügen müssen, hat es Clivia, die in Wien Publizistik studiert und im vergangenen Jahr zur „Miss November“ gewählt wurde, auf die Seite eins geschafft. „Man munkelt, wer am Cover ist, hat große Chancen auf den Titel. Wäre doch schön, wenn eine Österreicherin zur Play­mate des Jahres gewählt werden würde“, sagt Clivia und rührt die Werbetrommel für sich selbst. „Wer will, kann noch bis Ende März via Internet oder Telefon abstimmen“, lacht sie.

Und während Playboy-Boss Hugh Hefner gerade seine Hochzeit zelebriert, gibt es auch für Model Clivia einiges zu feiern. Seit sie für den Playboy gearbeitet hat, habe sie viel erlebt, erzählt die amtierende Miss November während eines Besuches in Innsbruck. Alle Playmates durften beispielsweise bei Stefan Raab in seiner Fernsehshow als Weihnachtsassistentinnen auftreten – ganz stilecht im „Bunny“-Kostüm. Auch für Puls4 konnte die Publizistikstudentin inzwischen einen Fernsehjob ergattern. Außerdem durfte sie Playboy im November auf den Philippinen bei einer Misswahl mit internationalen Play­mates aus zwölf Ländern vertreten. „Die Aufmerksamkeit ist gestiegen. Ich bekomme via Facebook sogar Jobanfragen aus dem Ausland“, freut sich die hübsche Frau. Und dabei handelt sich nicht nur um Angebote, bei denen die Jenbacherin die Hüllen fallen lassen sollte. „Vielleicht steht schon bald ein Shooting für ein Parfüm in Südafrika auf dem Programm“, lässt Clivia wissen.

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Seit etwa fünf Jahren ist die 25-Jährige bei einer Linzer Agentur unter Vertrag und verdient sich das Geld fürs Studium als Model. „Es ist mir schon klar, dass ich mit meinen 1,65 Metern nie auf der Paris Fashion Week laufen werde, aber ich mache Beauty-Kampagnen und Modestrecken“, plaudert Clivia aus dem Nähkästchen. Zu ihren Highlights zählen u. a. Modefotos für die österreichische Designerin Lena Hoscheck in Italien, Modelaufträge für Gulet Touristik, die Fitnesskette McFit oder das Lifeball- und das Faux Fox Magazin.

„Ich wurde zuvor nie ganz nackt fotogiert“, betont Clivia, die in festen Händen ist. Die Idee, sich mit einem Foto beim Playboy zu bewerben, kam, weil sie Leute immer wieder darauf angesprochen hätten. „Das liegt vielleicht an meinem Busen, der operiert ist“, gibt Clivia offen zu. Eine Jugendsünde, wie sie sagt. „Ich war damals 20, heute würde ich es nicht mehr machen“, bedauert das Model und fügt im nächsten Atemzug hinzu: „Aber sonst ist alles echt, auch die Lippen.“

Dass viele Leute das Thema Nacktfotos skeptisch sehen, ist Clivia durchaus bewusst. „Sicher, man bekommt leicht einen Stempel aufgedrückt, doch ich bin selbstbewusst, arbeite hart und lasse mich in keine Schublade stecken.“ Manche Bemerkungen würden dennoch sehr verletzend sein. So wurden etwa auf der Uni-Homepage die Playboy-Neuigkeiten in den Newsletter aufgenommen. ZiB-Moderator Armin Wolf twitterte daraufhin: „Was sich so alles im Newsletter der Wiener Publizistik befindet.“ „Es war lustig gemeint, doch hat unter den Studenten eine Lawine an bösen und untergriffigen Kommentaren losgetreten“, bedauert Clivia.

Für ein Männermagazin wird sich die Tirolerin nicht mehr ausziehen. Der Playboy sei bereits der Olymp des Glamour-Modelings. Im Februar möchte die 25-Jährige erst einmal ihr Studium beenden. Ihr größter Wunsch: ein Job im Fernsehen. „Die ZiB 2 wird es wohl nicht mehr werden“, nimmt es Clivia mit Humor.


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