Wirtschaftspolitik

EU geht gegen E-Zigaretten vor

Brüssel – Immer mehr Raucher entdecken die elektronische Zigarette als Alternative zum herkömmlichen Glimmstängel. Dabei wird eine nikotinha...

Brüssel –Immer mehr Raucher entdecken die elektronische Zigarette als Alternative zum herkömmlichen Glimmstängel. Dabei wird eine nikotinhaltige Flüssigkeit in die Zigarette gefüllt, die verdampft. Die EU will nun laut Berliner Zeitung den Verkauf dieser nikotinhaltigen E-Zigaretten deutlich strenger regulieren.

Dem Entwurf für die neue Tabakregelung zufolge benötigen Produkte ab einem bestimmten Nikotingehalt eine Zulassung als Arzneimittel. Der Regulierungsvorschlag sieht demnach sehr niedrige Grenzwerte vor, bis zu denen die nikotinhaltigen E-Zigaretten frei verkauft werden dürfen. Derzeit gängige Produkte enthielten jedoch nach Einschätzung der EU-Kommission ein Vielfaches an Nikotin. „Es liegt nahe, dass viele die Vorgaben für Arzneimittel erfüllen oder vom Markt genommen werden müssen“, zitierte die Zeitung die EU-Kommission.

Währenddessen haben gestern bis zu 3500 Tabakhändler in Brüssel gegen die EU-Pläne zur Verschärfung der Warnhinweise auf Zigaretten demonstriert. Die Pläne seien ein Angriff auf die kleinen Händler und würden Schmuggel und Fälschungen begünstigen. (APA)