Mali

Ashton sagt aktiven EU-Beitrag zur Beendigung der Krise zu

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton lobte Frankreichs Militäreinsatz.

Bamako – Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat Frankreichs Militäreinsatz in Mali ihre Unterstützung ausgesprochen und einen aktiven Beitrag der Europäischen Union zur Beendigung des Konflikts in dem westafrikanischen Land zugesichert. Die EU erkenne „die Bedeutung dessen, was Frankreich gerade (in Mali) tut“, an, sagte Ashton am Dienstag (Ortszeit) bei einem Besuch in der peruanischen Hauptstadt Lima.

Die französische Armee hatte vor gut anderthalb Wochen einen Militäreinsatz in Mali gestartet, um die Islamisten zurückzudrängen. Mittlerweile sind mehr als 2000 französische Soldaten im Land. Die EU müsse nun „das alles in eine Reihe von weiter reichenden Aktionen umsetzen, um eine langfristige Lösung zu finden“, sagte Ashton. „Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten eine entscheidende und aktive Rolle spielen“, sagte die EU-Außenbeauftragte zu.

Die EU hatte am Montag angekündigt, am 5. Februar in Brüssel eine internationale Unterstützerkonferenz für Mali auszurichten. Zudem sagte sie den Opfern der Krise in Mali Hilfen in Höhe von 20 Millionen Euro zu. Mit einer Ausbildungsmission will die EU dazu beitragen, dass die malische Armee wirksamer gegen die Islamisten vorgehen kann.

Lob für Frankreichs Militäreinsatz kam auch von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Paris habe mit der Truppenentsendung eine „mutige Entscheidung“ getroffen, sagte er am Dienstag bei einer Pressekonferenz in New York. Zugleich würdigte er die geplante Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und deren Unterstützung durch die EU. Das Vorhaben der UNO, den Einsatz in Mali logistisch zu unterstützen, berge allerdings „Risiken für unsere Aktivitäten und unser Personal in der Region“. Offensive Kampfhandlungen könne die UNO nicht direkt unterstützen, stellte Ban klar. (APA/AFP)