Mathias Schmid im Rampenlicht
Ischgl, See – Begeisterte kleine Kunstfreunde aus den Volksschulen Ischgl und See waren diese Woche zu Gast beim großen Paznauner Maler Math...
Ischgl, See –Begeisterte kleine Kunstfreunde aus den Volksschulen Ischgl und See waren diese Woche zu Gast beim großen Paznauner Maler Mathias Schmid (1835 bis 1923) bzw. im gleichnamigen Ischgler Museum. Anlass war der 90. Todestag von Schmid am 22. Jänner. „Die Kinder haben großes Interesse am Werk des Kunstmalers gezeigt“, schilderte Museumsleiter Erwin Cimarolli, der die Schulkinder gemeinsam mit Gattin Margret willkommen hieß, „sie sind auch von der Biografie fasziniert. Schließlich hat Schmid, der in einer armen Bauernfamilie aufgewachsen ist, seinen Weg in die Münchner Kunstakademie geschafft und ist berühmt geworden.“ Auch die Replik des Gemäldes „Austria und Tyrolia“, das Schmid anlässlich 500 Jahre Tirol bei Österreich malte, entlockte den Schülern viele Fragen zur Zeitgeschichte. „Beim Rundgang haben die Kinder ihre Lieblingsbilder mit der Handy-Kamera fotografiert“, freut sich Cimarolli. Da der Museumsleiter das Thema „Nörgelen“ (Erdgeister) zum Schwerpunkt der Ausstellung gemacht hat, durfte jedes Kind eine kleine Nörgelefigur mitnehmen.
Zum 90. Todestag des Malers trafen Gratulationen im Museum ein. Benedikt Erhard von der Kulturabteilung des Landes schrieb: „Ich schätze das Werk von Mathias Schmid sehr. Er hat mit scharfem Pinsel die sozialen Verhältnisse im heiligen Land Tirol des 19. Jahrhunderts kritisiert.“ Auch der aus Ischgl stammende Pater Robert gratulierte zur Gedenkausstellung und las in Stams eine Messe zu Ehren des Künstlers. (hwe)