Medien-Bericht

Österreich wird seinen EU-Budget-Rabatt wohl behalten

Die Bundesregierung soll sich in Verhandlungen mit der EU zu Rabatten und Förderungen durchgesetzt haben.

Wien – Österreich behält auch beim umkämpften EU-Finanzrahmen 2014-20 seinen Rabatt. Das berichtet der „Kurier“ in seiner Samstag-Ausgabe. Die Entscheidung sei laut der Wiener Tageszeitung in „Geheimverhandlungen“ getroffen worden.

„Es wird weiterhin einen Rabatt geben (2011 betrug dieser 180 Mio. Euro), für die ländliche Entwicklung gibt es zusätzlich 700 Millionen Euro, und das ehemalige Ziel-1-Gebiet Burgenland bleibt eine Übergangsregion und kann weiterhin Förderungen für Investitionen lukrieren“, schreibt die Zeitung unter Berufung auf „höchste EU-Kreise“.

Auf „Prioritäten“ beharrt

Das Paket werde allerdings erst beim nächsten EU-Gipfel abgesegnet. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) habe zahlreiche Telefonate mit Amtskollegen anderer Mitgliedstaaten und auch EU-Ratspräsident Herman van Rompuy geführt und dabei „auf Österreichs Prioritäten Rabatt und ländliche Entwicklung“ beharrt.

Faymann hatte zuvor ins Spiel gebracht, womöglich auf den österreichischen Rabatt zu verzichten, wenn dies für alle anderen Staaten auch gelte, und dafür Kritik geerntet.

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen sich bei einem Gipfel am 7./8. Februar in Brüssel auf den Mehrjahresetat der EU für 2014 bis 2020 einigen. Im November hatte es bei einem Sondergipfel keine Einigung gegeben. (APA)