Innenpolitik

Faymann warb in Chile für erneuerbare Energien

Bundeskanzler Faymann hat beim CELAC-EU-Gipfel in Santiago de Chile, dem Treffen der EU mit Lateinamerika und der Karibik, die Notwendigkeit der Förderung erneuerbarer Energien betont. „Das sind grüne und nachhaltige Technologien, von denen auch die Kinder noch profitieren, die heute für uns gesungen haben“, sagte der Bundeskanzler in Anspielung auf einen Schülerchor, der bei der Eröffnung sang.

„Wie kann man Wachstum, Beschäftigung und nachhaltige Umwelttechnologien zusammenführen?“ Das sei die Frage, die auch im Rahmen dieses Gipfels diskutiert werden müsste. „Wenn wir wirklich Wachstum und Beschäftigung fördern wollen, brauchen wir gute Wirtschaftsbeziehungen und gute Bedingungen für Forschung und Entwicklung“, sagte Faymann bei seiner Rede im Rahmen der ersten Arbeitssitzung des Gipfels.

Weiter erinnerte der Bundeskanzler daran, dass eine Finanztransaktionssteuer aus seiner Sicht auch ein wichtiger Impuls sei, „um kleine und mittelgroße Länder“ zu fördern. „Die Idee von Nachhaltigkeit, Wirtschaftsförderung und Stabilität braucht auch Fairness und Solidarität“, so Faymann.

Der Kanzler musste übrigens eine kleine Schrecksekunde überstehen. Er begann - wie im diplomatischen Vorfeld des Gipfels ausgemacht - seine Rede auf Deutsch, wurde aber bald darauf aufmerksam gemacht, dass keine Übersetzung vorhanden sei. Daraufhin musste Faymann kurzfristig und unvorbereitet auf Englisch switchen.

Chiles Präsident Pinera erinnerte in seiner Eröffnungsrede daran, dass die rund 60 Staats- und Regierungschefs über eine Milliarde Menschen vertreten würden. Es gehe bei dem Gipfel um eine strategische Allianz für Wachstum, das auch sozial und für die Umwelt verträglich sei. „Lasst uns die Kräfte für eine bessere Zukunft vereinen“.