Vorarlberger wegen sexuellen Übergriffen auf Nichten verurteilt

Der Mann soll sich von 1986 bis 1990 mehrfach an den damaligen Kindern vergangen haben, was er jedoch bestreitet. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu drei Jahren Haft, davon wurden zwei Jahre bedingt ausgesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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© PantherMedia

Feldkirch - Ein Vorarlberger Pensionist ist am Freitag am Landesgericht Feldkirch wegen sexueller Übergriffe auf seine beiden Nichten schuldig gesprochen worden. Der Mann soll sich von 1986 bis 1990 mehrfach an den damaligen Kindern vergangen haben, was er jedoch bestreitet. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu drei Jahren Haft, davon wurden zwei Jahre bedingt ausgesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Mädchen waren zur Zeit der Übergriffe im Vorschulalter. Sie wurden von ihrem Onkel immer wieder bedrängt und zu sexuellen Handlungen genötigt. Als sie sich wehrten, hielt sie der Mann fest. Er betastete sie und zwang sie, auch ihn zu berühren. Eine der beiden Frauen leidet noch heute unter den Geschehnissen, sie erlitt eine posttraumatische Belastungsstörung. Der 66-Jährige streitet die Übergriffe ab und vermutet finanzielle Interessen der Opfer.

Der Schöffensenat schenkte jedoch den beiden Frauen Glauben. „Die Aussagen der Opfer sind durchaus glaubwürdig“, hielt Richterin Claudia Hagen in der Urteilsbegründung fest. Der Angeklagte muss seinen heute erwachsenen Nichten insgesamt 75.000 Euro Entschädigung zahlen. Zudem muss er für die Therapiekosten aufkommen. Als mildernd wirkte sich die bisherige Unbescholtenheit des Mannes und sein jahrzehntelanges Wohlverhalten aus. Als erschwerend wurde der lange Tatzeitraum, die Tatwiederholung, das Zusammentreffen mehrerer Verbrechen sowie die Tatsache gewertet, dass es zwei Opfer gab. (APA)

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