Wr. Neustadt besiegt Admira 2:1 und klettert auf Rang acht

Die Admira gibt eine 1:0-Führung nach der Pause aus der Hand und verliert schließlich das Niederösterreich-Derby gegen Wr. Neustadt mit 1:2. Im zweiten Spiel am Samstagabend trennten sich Mattersburg und Sturm Graz 0:0.

Maria Enzersdorf, Mattersburg - Der SC Wr. Neustadt hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga etwas Luft verschafft. Die Elf von Heimo Pfeifenberger gewann am Samstag zum Start der Frühjahrsmeisterschaft das Niederösterreich-Derby gegen die Admira mit 2:1 (0:1) und schob sich damit vor die Südstädter auf Rang acht vor. Wr. Neustadt hat nun drei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Wacker Innsbruck und zwei auf die Admira.

Die Blau-Weißen drehten mit einem Doppelschlag unmittelbar nach der Pause die Partie zu ihren Gunsten. Allerdings mit kräftiger Unterstützung von Schiedsrichter Krassnitzer, der nach einer Schwalbe von Hofbauer fälschlicherweise auf Elfmeter entschied. Hlinka verwertete sicher zum 1:1 (48.). Nur zwei Minuten später schlugen die Gäste neuerlich zu. Ramsebner verlängerte per Kopf einen Eckball, Tadic musste einen Meter vor der Linie nur noch seinen Kopf hinhalten (50.).

Der ehemalige Teamtorhüter Jürgen Macho, der im Winter von der Admira verpflichtet worden ist und sein erstes Bewerbspiel seit April 2011 absolvierte, war bis dahin nicht geprüft worden und hatte bei den zwei Gegentreffern keine Chance.

Denn in der Südstadt hatte sich in der ersten Hälfte eine ausgeglichene Partie auf bescheidenem Niveau entwickelt, der gute Chancen fehlten. Etwas gefährlicher präsentierte sich Wr. Neustadt. Ramsebner setzte einen Kopfball daneben (1.), Hofbauer verfehlte mit einem Freistoß nur um Zentimeter das Ziel (16.), ebenso Offenbacher mit einem Weitschuss (33.).

Auch die Admira tat sich im Strafraum schwer - bis Ouedraogo seinen großen Auftritt hatte. Der Stürmer aus Burkina Faso verwertete in der 38. Minute eine Vorlage von Schwab wunderschön zur Führung. Doch in den ersten Minuten nach der Pause wurden die Hoffnungen der Admira zerstört, sie fand danach kein Mittel und blieb ohne zwingende Torchance.

Das Spiel war übrigens ein Spiegelbild der Partie im Herbst (20. Oktober), als die Admira ebenfalls nach einer Pausenführung durch zwei Gegentore innerhalb kurzer Zeit mit 1:2 verlor. Es war auch der Auftakt für die Negativserie, die die Admira in den Abstiegsstrudel zog. Die Mannschaft von Didi Kühbauer hat aus den jüngsten zehn Spielen nur einen einzigen Punkt geholt, der bisher letzte Sieg gelang am 6. Oktober mit einem 4:1 über Innsbruck.

Sturm gegen Mattersburg weiter sieglos

Sturm Graz hat am Samstag auch im dritten Saisonduell mit Mattersburg Punkte abgegeben. Die Grazer mussten sich in einem mäßigen Spiel im Burgenland mit einem torlosen Remis begnügen. Dem Tabellenvierten fehlen damit vor dem Wiener Derby am Sonntag zwölf Punkte auf Tabellenführer Austria und deren zwei auf den Dritten Rapid.

Den Grazern war das Fehlen der gesperrten Mittelfeldspieler Florian und Tobias Kainz anzumerken. Nach vorne gelang dem Team von Trainer Peter Hyballa vor der Pause wenig bis gar nichts. Erst durch das Comeback von Jürgen Säumel, der wegen hartnäckiger Adduktorenprobleme seit Ende Juli kein Ligaspiel absolviert hatte, gewann das Sturm-Spiel in Hälfte zwei an Stabilität.

Bei den Mattersburgern fehlten die Innenverteidiger Rodler und Pöllhuber gesperrt, daher debütierte Neuzugang Ivica Majstorovic. Langzeittrainer Franz Lederer formierte mit Seidl, Gartner, Prietl und Farkas außerdem das Mittelfeld neu. Sein Team hatte in der Anfangsphase mehr vom Spiel, klare Torchancen waren aber ebenso Mangelware.

Erster Aufreger war ein Foul von Sturm-Verteidiger Vujadinovic an Patrick Bürger knapp außerhalb des Strafraums (11.). Nach einer Hereingabe von Farkas offenbarte Johannes Focher, im Sturm-Tor auch im Frühjahr die Nummer eins vor Christian Gratzei, eine leichte Unsicherheit (15.). Bei der besten Gelegenheit vor der Pause brachte der nach Zuspiel von Gartner enteilte Farkas, bedrängt von Leonhard Kaufmann, den Ball nicht im Tor unter (37.).

Nach Seitenwechsel und einem Doppeltausch - neben Säumel kam auch Andreas Hölzl - übernahm Sturm das Kommando. Ein erster Warnschuss von Solostürmer Rubin Okotie strich knapp am langen Eck vorbei (55.). Ein weiterer von Kapitän Manuel Weber ging ebenso knapp über das Tor (62.) wie ein direkter Freistoß von Michael Madl (80.). Den Matchball ließ im Finish auf der Gegenseite Bürger aus (84.).

Sturm hat damit in drei Spielen gegen Mattersburg in dieser Saison erst zwei Punkte geholt. Einem 3:1-Heimsieg der Burgenländer folgte im Oktober ein 0:0 in Graz. Die Mattersburger rückten bei zwei Spielen mehr als Aufsteiger WAC vorerst auf Rang sechs vor. Unmittelbar vor der Winterpause hatte der SVM noch ein 0:7-Debakel in Salzburg kassiert. (APA)


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