Jäger erlegten dutzende Tigerpythons in den Everglades

Die aus dem Ausland eingeführten Reptilien sind eine Bedrohung für die Tierwelt in Florida.

Bei einer groß angelegten Schlangenjagd sind in den Everglades im US-Staat Florida dutzende dunkle Tigerpythons gefangen und getötet worden. Insgesamt hätten die Jäger binnen eines Monats 68 dunkle Tigerpythons gefangen, teilte die Naturschutzkommission für Fische und Wildtiere am Samstag mit. Die aus dem Ausland eingeführten Reptilien sind eine Bedrohung für die Tierwelt in Florida.

Der dunkle Tigerpython lebt normalerweise in Asien. In Florida tauchten die Tiere in der Natur erstmals nach dem Hurrikan Andrew 1992 auf. Vermutlich handelte es sich um Haustiere, die im Sturm in das Feuchtgebiet Everglades entkommen sind. Seitdem vermehrten sich die Reptilien dramatisch, sie sind inzwischen sogar zahlenmäßig stärker als die einheimischen Schlangen. Der Tigerpython ist ein guter Schwimmer, kann aber auch auf Bäume kriechen. Wissenschafter vermuten die fremden Riesenschlangen hinter dem deutlichen Rückgang heimischer Säugetiere wie Hasen, Wiesel, Waschbären und Wildratten.

„Jeder Python, der aus dem System genommen wird, ist ein großer Nutzen, und wir wissen, dass es einer bedeutenden zeitlichen Anstrengung bedarf, um einen Python zu fangen“, sagte der Chef der Naturschutzkommission, Nick Wiley.

Erstmals hatte die Naturschutzkommission heuer einen Jagdwettbewerb ausgerufen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Laut Wiley war die Kommission über das große Interesse überrascht: 600 Menschen aus 38 US-Staaten hätten teilgenommen, „und wir hatten sogar Leute aus Kanada“.

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Die größte der gefangenen Schlangen war den Angaben zufolge rund 4,30 Meter lang. Ihr Fänger erhielt eine Belohnung von 1.000 Dollar (rund 750 Euro). Die beiden Jäger mit den meisten gefangenen Schlangen bekamen je 1.500 Dollar. Die Schlangenkörper sollen in der Universität Florida untersucht werden.


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