Dasselbe Spiel, aus einer anderen Sicht

Raiders-Urgestein Florian Grein ist nach dem Ende seiner aktiven Karriere auf den Saison-Auftakt am Samstag besonders gespannt.

Von Ursula Pichler

Innsbruck –Einerseits mussten die Swarco Raiders mit dem Karriereende von Florian Grein einen großen Verlust hinnehmen. Andererseits ist es für Tirols größten Football-Club eine enorme Bereicherung, ihren ehemaligen Star-Runningback endgültig nur noch auf Trainer- und Funktionärsebene begrüßen zu dürfen. „Die Energie, die ich in den vergangenen Jahren noch in meine Fitness investieren musste, kann ich nun komplett für meine neuen Aufgaben nutzen“, erklärte der 29-Jährige.

Und das ist gut so. Denn kurz vor dem Saisonauftakt der Kampfmannschaft (Samstag 14.15 Uhr) hat der Innsbrucker alle Hände voll zu tun, um die Saison des übrigen Raiders-Teams voll auf Schiene zu bringen. Während er als Head-Coach die Swarco Raiders II und die Juniors auf dem Spielfeld formiert, muss er zeitgleich auch organisatorische Entscheidungen und Termine bei den kleineren Nachwuchsklassen managen. Langeweile wird für Grein also kein Thema werden, zumal er auch das Geschehen in der Kampfmannschaft zumeist hautnah erleben wird.

„Bei den Heimspielen werde ich natürlich vor Ort sein“, erklärt der Neo-Coach. Auch die Saisonvorbereitung verlief in vielen Fällen parallel. In den beiden Mini-Camps, die in den vergangenen Wochen auf dem Trainingsplatz in Wattens über die Bühne gegangen sind, wurden für beide Erwachsenenteams noch die letzten Spielerentscheidungen getroffen. Erst danach haben sich die Wege getrennt. Die Kampfmannschaft bereitete sich in Italien auf den Auftakt gegen die Graz Giants vor. „Das wird ein ziemlich interessantes Match. Die Giants starten für gewöhnlich sehr stark. Wir hingegen sind für einen soliden Start, aber erst für spätere Top­leistungen bekannt“, verrät Grein. Besonders auf seinen Nachfolger Andreas Hofbauer ist Grein gespannt. „Jetzt, wo der alte Mann weg ist, kann er zeigen, was er kann!“