Neue Gesellschaft für Metzenjochbahn in Planung

TVB und die Gemeinden Fügen und Fügenberg sollen für das 20-Mio.-Euro-Projekt eine neue Gesellschaft gründen. Das erntet auch Skepsis.

Von Angela Dähling

Fügen, Fügenberg –Auf Hochtouren wird in Fügen und Fügenberg weiterhin an der Realisierung der Metzenjochbahn im Skigebiet Spieljoch gearbeitet. Gestern Abend (nach Redaktionsschluss) trafen sich die Vorstände der Gemeinden und des TVB mit Steuerberater und Notar, weil eine neue Gesellschaft gegründet werden soll. Über sie soll die Finanzierung des 20-Mio.-Euro-Projektes (allein die Lawinenverbauung schlägt mit ca. 4,5 Mio. zu Buche) abgewickelt werden. „Das ist eine Zwischenlösung für wenige Jahre, dann verschmelzen die Firmen“, erläutert Spieljochbahn-Chef Bürgermeister Walter Höllwarth. Durch die nötige Aufstockung müsste sonst der Bestand der alten GmbH+Co. KG neu bewertet werden. Zudem verliere man Zeit.

„Wir bräuchten von allen rund 100 Kommanditisten die Zustimmung für die Aufstockung – das dauert“, ergänzt Werner Kostenzer. Bedenken zur neuen Gesellschaftsgründung äußerte gestern vor der Sitzung der Fügenberger Bürgermeister Josef Fankhauser. Er fürchtet, sie soll gegründet werden, weil die Spieljochbahn Schulden habe.

Das stimme so nicht, kontert Höllwarth. 4,5 Mio. an Krediten seien noch abzuzahlen, „und wir kommen den Zahlungen pünktlich nach“, unterstreicht er. Wie jede Firma habe man Finanzierungen über 15, 20 Jahre laufen. Während seitens der Bergbahngesellschaft alles für einen raschen Bau des Liftes Richtung Hochfügen getan wird, gebe es noch kein Weiterkommen mit der Agrargemeinschaft.

Deren Obmann Hubert Leo sagt gegenüber der TT indes, man sei auf einem guten Weg der Einigung und wolle kein Verhinderer des so wichtigen Bahnprojektes sein. Höllwarth und Fankhauser sehen das anders. „Sie wollen keine Verhinderer sein, setzen aber die nötige Unterschrift als Grundbesitzer nicht“, sagt Höllwarth. Eine von den Agrariern gewünschte Umwidmung von 3000 m² Grund an der Hochfügener Straße sowie Gelder aus Dienstbarkeiten, die der Gemeinde zustünden, seien weiterhin Streitthema.