Mord in Südtirol: Identität des Opfers scheint geklärt

Bei dem Toten, der am Dienstag in einem Waldstück im Eisacktal gefunden wurde, handelt es sich ersten Ermittlungen zufolge um einen tschechischen Geschäftsmann. Der Mann dürfte ermordet worden sein.

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Symbolbild.
© TT/Thomas Böhm

Vahrn – Im Fall der am Dienstag in der Nähe von Vahrn im Eisacktal gefundenen männlichen Leiche scheinen sich erste Vermutungen der Polizei zu bestätigen: Bei dem Opfer, das in einem Waldstück nahe dem Weiler Schalders gefunden wurde, handelt es sich laut den Ermittlern um einen mindestens 50-jährigen Geschäftsmann aus Tschechien, der in Nizza lebte und als vermisst gemeldet war, wie stol.it berichtet. Die Leiche des Mannes weist einen Einschuss im Genick auf. Laut Angaben vom Dienstag liegt der Todeszeitpunkt bereits rund drei Wochen zurück. Weitere Details zu den Todesumständen erwartet sich die Bozner Polizei von der Autopsie, die am Mittwoch durchgeführt werden dürfte.

Der Mann soll im Immobilienbereich tätig gewesen sein, womit der Mord nach bisherigen Erkenntnissen in Zusammenhang stehen dürfte. Der Tscheche soll vor rund drei Wochen in Nizza von fünf Männern entführt worden sein, berichtet

stol.it

weiter.

Laut Recherchen der Zeitung

Dolomiten

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könnte es sich beim Opfer um den 72-jährigen Petru V. handeln. Der tschechische Unternehmer soll nach Berichten französischer und tschechischer Medien am 6. März am Flughafen in Nizza gelandet sein, um in der französischen Stadt Immobiliengeschäfte abzuwickeln. Zwei Brüder aus dem tschechischen Zlin könnten ihn dort nach bisherigen Ermittlungen entführt haben. Tags darauf sei die Ortung des Handys des Mannes zwischen Nizza und München verlorengegangen, berichtet die Zeitung.

Mordgeständnis löste Sucheinsatz aus

Der leblose Körper wurde am Dienstag bei einer groß angelegten Suchaktion in einem Gebüsch entdeckt. Grund für den Sucheinsatz im Eisacktal war laut Medienberichten das Mordgeständnis eines Tschechen. Dieser soll angegeben haben, dass er den Vermissten in Südtirol getötet und den Leichnam bei Vahrn einen Abhang hinuntergestoßen habe.

Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren. Gegen fünf Personen, die derzeit in Prag inhaftiert sind, wird wegen Mordes, Entführung und Verbergen eines Leichnams ermittelt.

(tt.com)


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