Inflation in Eurozone 1,7 Prozent gesunken

Mit Werten unter zwei Prozent sieht die EZB eine Preisstabilität gewährleistet.

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Die Inflation in der Eurozone ist derzeit so gering wie seit August 2010 nicht mehr. Das erhöht den Spielraum für eine Zinssenkung der Europäische Zentralbank (EZB). Die Jahresteuerung fiel im März wie von Experten erwartet auf 1,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Im Februar waren es noch 1,8 Prozent, im Oktober 2,5 Prozent.

Wie Eurostat weiter mitteilte, dürften Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mit 2,7 Prozent die höchsten Steigerungsraten bei den Teilindizes aufweisen, gefolgt von Dienstleistungen (1,9 Prozent), Energie (1,7) und Industriegütern ohne Energie (1,0).

Mit Werten unter zwei Prozent sieht die EZB indes eine Preisstabilität gewährleistet. „Der Rückgang der Inflationsrate dürfte den Druck auf die EZB erhöhen, die Geldpolitik weiter zu lockern, um die Deflationsrisiken zu verringern“, sagte Commerzbank-Analyst Weil. Es sei aber wahrscheinlicher, dass die EZB die Zinsen zunächst nicht weiter senken werde.

Die EZB-Spitze berät am Donnerstag darüber. Experten gehen zwar nicht davon aus, dass die Notenbanker ihren ohnehin historisch niedrigen Leitzins von 0,75 Prozent senken. Die zuletzt schwachen Konjunkturdaten und die Rückkehr der Schuldenkrise in Zypern könnten jedoch dazu führen, dass einige der 23 Notenbanker im EZB-Rat sich eine weitere geldpolitische Lockerung vorstellen können. Die EZB-Ökonomen erwarten für 2013 eine Inflationsrate von durchschnittlich 1,6 Prozent, nach zuvor 2,5 Prozent. Jüngst hatten die Notenbanker ihre Konjunkturprognose gesenkt: Sie sagen der Eurozone 2013 nun eine um 0,5 Prozent schrumpfende Wirtschaftskraft voraus.

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