Täglich fünf Fahrräder gestohlen

In Tirol wechselten im Vorjahr 1800 Fahrräder unerlaubt den Besitzer. Die Aufklärungsquote bleibt weiterhin gering.

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Innsbruck –Fünf Fahrräder täglich werden in Tirol gestohlen. Exakt 1864 waren es laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) im vergangenen Jahr. Das bedeutet eine Steigerung von 2,5 Prozent oder 700 Drahtesel mehr als im Jahr 2011. Fast jeder zweite Diebstahl passierte in Innsbruck.

Die Chancen, dass ein Pedalritter, dem sein fahrbarer Untersatz gestohlen worden ist, diesen wieder zurückbekommt, stehen laut VCÖ sehr schlecht. Nur jeder 25. Fahrraddiebstahl könne aufgeklärt werden. Mit vier Prozent liege die Aufklärungsquote in Tirol unter dem Österreichschnitt von 5,7 Prozent.

Weil ein Fahrrad, das weg ist, meist auch für immer verschwunden bleibt, rät der VCÖ zur Vorbeugung, sprich Sicherung, der Drahtesel. Ein gutes Fahrradschloss sollte dem Besitzer etwas wert sein. Damit sollte man das Rad immer an einen festen Gegenstand sperren. Dagegen, dass Teile wie Sattel oder Vorderrad unbefugt abmontiert werden, würden Sicherheitsschrauben helfen. Von so genannten Schnellspannern rät der VCÖ ab. Auch eine eigene Versicherung sei zu empfehlen.

Die Verkehrsexperten sehen aber nicht nur die Radbesitzer in der Pflicht. „Auch die Gemeinden und Städte könnten durch ausreichend sichere Fahrrad-Abstellanlagen einen wichtigen Beitrag leisten, die Zahl der Fahrraddiebstähle zu verringern“, fordert VCÖ-Sprecher Christian Gratzer mehr sichere Parkplätze für Fahrräder. Dazu zählten z. B. Fahrradboxen.

Österreichweit wechselten im Vorjahr 24.755 Fahrräder ungewollt den Besitzer, gegenüber 2011 ein Plus von über 6,5 Prozent. Jedes dritte Fahrrad kam seinem Besitzer in Wien abhanden. (TT)


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