Reith setzt auf Sonnenkraft

Einsparen und selber produzieren, das ist das Motto der Gemeinde in Sachen Energie.

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Von Harald Angerer

Reith b. K. –Auf die Kraft von oben setzt nun die Gemeinde Reith. Eine neue Photovoltaikanlage am Dach des Reither Kulturhauses liefert nun einen Teil des im Ort verbrauchten Stroms. „Die Photovoltaikanlage ist nur ein Teil unserer Bemühungen, Energie einzusparen oder sie selbst zu erzeugen“, sagt Stefan Jöchl, Reiths Bürgermeister. Die Anlage am Dach des Kulturhauses weist eine Größe von 174 Modulen auf und ist vollständig in das Dach integriert. „Hier müssen die Gemeinden als Vorbild vorangehen. Diese Varianten sind aus optischen Gründen zu bevorzugen“, sagt Jöchl.

Die Kosten für die Anlage betragen samt Dachsanierung gut 120.000 Euro, das Land Tirol fördert die Anlage mit 26.000 Euro. „Das Dach hätte sowieso saniert werden müssen, die Gelegenheit war also sehr günstig. Auch was die Förderung und die Einspeisung des Stromes betrifft“, sagt Vizebürgermeister Hansjörg Hölzl. Ausgelegt ist die Anlage auf eine Jahresleistung von 36.500 Kilowattstunden und sie soll sich in etwa zehn bis elf Jahren amortisiert haben. Bei einem Lokalaugenschein machte sich auch LHStv. Anton Steixner ein Bild von der Anlage. „Es ist wichtig, dass Gemeinden hier eine Vorbildwirkung einnehmen. Es muss längerfristig unser Ziel sein, dass wir die in Tirol verbrauchte Energie selbst erzeugen können“, sagt Steixner.

Die Photovoltaikanlage auf dem Kulturhaus ist nur ein Teil der Reither Pläne. Weiters soll die Volksschule Reith thermisch saniert werden, das Kulturhaus bekommt einen Gas- statt einen Ölbrenner und auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes, wo der Kindergarten untergebracht ist, sei laut Jöchl geplant. „Thermale Sanierungen sind inzwischen Pflicht, die Photovoltaikanlagen sind die Kür“, sagt der Bürgermeister.

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