Außer Rand und Land

Mit dem Outlander der aktuellen Generation betritt Mitsubishi zwar Neuland, bleibt aber seinen alten, bekannten Stärken wie dem Allradantrieb treu.

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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Mächtig steht er da und glänzt in der Sonne wie die drei Diamanten im Emblem seines Herstellers: das neue Flaggschiff von Mitsubishi, der Outlander. Die dritte Version des SUV-Klassikers soll die japanischen Edelsteine wieder funkeln lassen. Doch ist beim Outlander alles Diamant, was glänzt? Die TT sah sich das neue Auto in der 2,2-l-Dieselversion und besten Ausstattungsvariante Instyle genauer an.

Auf den ersten Blick wirkt das aktuelle Modell edler, der neue Schliff macht den Outlander geschmeidiger, weniger bissig von vorne, an den Seiten hingegen sportlicher. Die Kreuzung aus Geländewagen, Van und Kombi, ist jedoch geblieben. Der Innenraum wirkt solide geformt, übersichtlich und funktionell. Die Attribute ersetzen zwar keine Diamanten, sorgen jedoch für Premium-Komfort – wie etwa das schlüssellose Schließ- und Startsystem.

Bis zu sieben Personen sitzen angenehm auf Lederbezügen, die einstigen Notsitze sind verschwunden. Freihändig, also per Knopfdruck, blickt man bei umgelegten Sitzen auf insgesamt 1022 Liter Freiraum im Kofferraum. Erste Frühlingsgefühle fängt der Outlander hingegen von oben ein. Einziges Manko beim serienmäßigen, elektrischen Hub- und Schiebedach mit Sonnenschutzrollo: Es schließt nicht automatisch beim Absperren des Autos.

Unter der Motorhaube glänzen vier Zylinder, in unserer Diesel-Version mit 2268 ccm Hubraum (alternativ 2,0 Benzin 2WD/24.990Euro und 4WD Automatik/31.990 Euro) und bringen 150 PS Leistung. Drei Antriebsmodi lassen sich beim Sechs-Gang-Schalt- oder Automatikgetriebe per Knopf wählen, genannt Multiselect AWC-System: Im Modus 4WD ECO fährt der Outlander regulär mit Frontantrieb, wobei der Heckantrieb je nach Untergrund automatisch zu- oder abschaltet. Bei 4WD AUTO wird die Motorkraft variabel auf Vorder- und Hinterachse verteilt und der Modus 4WD LOCK ist der eigentliche, bekannte Allradantrieb. Mehrere Anzeigen weisen auf die Wirtschaftlichkeit hin, eine motiviert sogar mit grünen Blättern zum sparsamen Fahren.

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Apropos Sparen: Noch heuer soll das Plug-in-Hybrid-Modell auf den Markt kommen (siehe Faktbox). Der Start in Japan lief so erfolgreich an, dass sich die Ankunft in Europa bis Anfang 2014 verzögert. Der Outlander wird dabei nicht um-, sondern eigens gebaut und das weltweit erste elektrisch angetriebene Serienfahrzeug mit permanentem Allradantrieb sein.

Ansonsten gibt es allerlei Neues rundherum sowie innendrin und zwar serienmäßig in der besten Ausstattung: 5-Sterne-Sicherheit, Assistenzsysteme wie Rückfahrkamera oder Navigationsgerät, zahlreiche Audio- und Kommunikationsvarianten – allesamt glanzvolle Details.


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