König Juan Carlos bittet Star-Anwalt um Hilfe

Barcelona – Uns wird schon nichts geschehen. Dieser Meinung war bis dato offenbar das spanische Königshaus. Wie gesagt, bis dato. Denn jetzt...

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Barcelona –Uns wird schon nichts geschehen. Dieser Meinung war bis dato offenbar das spanische Königshaus. Wie gesagt, bis dato. Denn jetzt scheint auch König Juan Carlos den Ernst der Lage begriffen zu haben und ist in der Causa „Infantin Cristina und ihre mögliche Verwicklung in einen Finanzskandal“ aktiv geworden.

Er bat den Anwalt Miquel Roca, einen der Urheber der spanischen Verfassung, persönlich darum, die Verteidigung seiner Tochter zu übernehmen. Der 72-jährige Katalane bestätigte gestern, dass er den Auftrag annehmen werde. Roca hatte von 1977 bis 1995 für die katalanischen Nationalisten dem Parlament angehört und gilt als ein Vertrauter des Monarchen.

Gestern wurde zudem bekannt, dass die ursprünglich für Ende April vorgesehene Anhörung der Königstochter verschoben wird. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Einspruch gegen die Entscheidung von Richter José Castro erhoben – und dies mit Erfolg. Erst müsse das Gericht über den Einspruch der Staatsanwaltschaft entscheiden, teilte Castro deshalb mit. Das Königshaus sagte zu, sich den neuen Regeln für mehr Transparenz bei öffentlichen Ausgaben zu beugen. (APA, TT)

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