Österreich arbeitet an Abkommen mit Cayman Inseln

Deutschland, Finnland und viele weitere EU-Länder haben bereits Abkommen mit Karibik-Staaten. Für Österreich wäre es das erste Abkommen.

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Wien – Die Republik Österreich arbeitet an seinem ersten sogenannten TIEA (Tax Information Exchange Agreement/Abkommen für den Austausch steuerlicher Informationen) mit einer Karibik-Insel. „Wir bereiten ein Abkommen mit den Caymans vor“, hieß es aus dem Finanzministerium auf Anfrage der Tageszeitung „Der Standard“ (Wochenendausgabe). Konkreteres gab es nicht - warum man „nicht aktiver ist“, habe im Ministerium niemand „so recht beantworten“ wollen.

Laut Blatt haben etwa Deutschland, Tschechien, Finnland, Frankreich und zahlreiche andere EU-Länder bereits Abkommen mit einigen Karibik-Staaten, die als Steueroasen gelten.

Fahnder können auf Basis der TIEAs Anfragen über Steuerhinterzieher stellen. Warum Behörden aber offenbar so oft „zusehen“, beantwortete ein deutscher Steuergewerkschafter dem Blatt so: „Wer Hinterzieher überführen will, muss der Geldspur folgen. Aber die Konstrukte sind oft so komplex, dass wir den Überblick verlieren.“ (APA)

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