Beyonces Kuba-Trip hat ein politisches Nachspiel

US-Bürger dürfen wegen der von Washington gegen Kuba verhängten Blockade nicht ohne Sondererlaubnis als Touristen auf die Insel reisen. Die unerlaubte Einreise kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.

  • Artikel
  • Diskussion

Washington, Havanna - Eine Kuba-Reise von US-Popstar Beyonce und ihrem Mann Jay-Z erhitzt die politischen Gemüter in den USA. Das Paar hatte seinen fünften Hochzeitstag in Havanna gefeiert, Bilder ihres Spaziergangs durch die Altstadt waren am Donnerstag um die Welt gegangen. Das Pikante: US-Bürger dürfen wegen der von Washington gegen Kuba verhängten Blockade nicht ohne Sondererlaubnis als Touristen auf die Insel reisen. Zwei Abgeordnete der Republikanischen Partei wollen jetzt wissen, ob oder warum die Regierung von Barack Obama dem Promi-Paar den Kuba-Ausflug gestattete.

„Kubas Tourismusindustrie ist unter Staatskontrolle, dafür ausgegebene US-Dollar unterstützen deswegen direkt die Maschinerie, die das kubanische Volk brutal unterdrückt“, schrieben die Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen und Mario Diaz-Balart aus Florida am Freitag an das Finanzministerium. Sie verlangen Informationen darüber, mit welcher Erlaubnis Beyonce nach Kuba reisen durfte. Die unerlaubte Einreise kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. (APA/AFP)


Kommentieren