Kirchler will sich notfalls Anwalt nehmen

Innsbruck – Auch am Tag danach war Roland Kirchler immer noch richtig geladen. Denn dass er die letzten aufregenden 15 Minuten beim Thriller...

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Innsbruck –Auch am Tag danach war Roland Kirchler immer noch richtig geladen. Denn dass er die letzten aufregenden 15 Minuten beim Thriller gegen Rapid nicht mehr von der Trainerbank aus mitverfolgen durfte, will der Wacker-Coach nicht hinnehmen: „Ich bleib‘ dabei, dass ich niemanden beleidigt habe, und bin schon gespannt, was mir vorgeworfen wird. Strafe zahle ich keine, im Notfall nehme ich mir einen Anwalt. Wenn bei jedem Bundesligatrainer das gleiche Maß angelegt wird, sitzen in Zukunft alle auf der Tribüne.“

Die letzten Minuten pendelte Kirchler im Kabinengang zwischen Hoffen und Bangen: „So geht der Fußball in die falsche Richtung. Wir Trainer dürfen uns ja überhaupt nichts mehr erlauben. Überschreite ich die Coaching-Zone um ein paar Zentimeter, steht der vierte Offizielle schon wie ein Oberlehrer vor mir.“

Schiedsrichter Dieter Muckenhammer kommentiert die vier Tiroler Platzverweise sachlich: „Koflers Attacke muss man mit Rot ahnden, Hauser hatte schon Gelb und verhinderte dann mit dem Halten eine Rapid-Chance, ergibt Gelb-Rot. Und der Wacker-Co-Trainer attackierte den vierten Offiziellen. Eine klare Sache.“

Und was ließ sich Roland Kirchler zu Schulden kommen? „Wiederholte Kritik. Er wurde zuvor schon vom vierten Offiziellen verwarnt und forderte dann lautstark eine gelbe Karte für einen Rapidler. Eine Retourkutsche für seinen Sager nach dem Salzburg-Spiel war das sicher nicht“, so Muckenhammer. (w. m.)


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