Vorwärts fürchtet um Bauern
Landeck – Über 50 Prozent der Bauern im Bezirk Landeck haben nur zwei bis fünf Hektar Grund. Jeder Betrieb hat durchschnittlich 3,3 Kühe und...
Landeck –Über 50 Prozent der Bauern im Bezirk Landeck haben nur zwei bis fünf Hektar Grund. Jeder Betrieb hat durchschnittlich 3,3 Kühe und neun Rinder. „Der Bezirk ist extrem kleinstrukturiert“, betont Reinhold Jäger. Der Bezirkskandidat von Vorwärts Tirol fürchtet, dass bei den künftigen GAP-(Gemeinsame Agrarpolitik-)Mitteln gerade kleine Bergbauern Kürzungen in Kauf nehmen müssen. „Einmähdige Bergwiesen bekommen nur ein Viertel der Prämie. Sie sind nur 25 Prozent so viel wert wie Grünland.“ Ebenso drohe die Mutterkuhprämie wegzufallen. Bei den Almförderungen, die derzeit von der AMA wegen Ungereimtheiten bei der Flächenangabe zum Teil bereits zurückgefordert werden, fürchtet er, dass die kleinen Bauern zum Handkuss kommen. Der Fehler habe darin bestanden, dass man die Almfläche bei der Betriebsprämie miteingerechnet hat. Aufgrund der Rückzahlungen und der Sanktionen gehe es jetzt um viele Existenzen. Das treffe Tausende. „Die EU hat 2005 bereits gesagt, dass die Flächen nicht stimmen“, betont Jäger. Man hätte das kommen sehen müssen. (mr)