Korea-Krise

Südkorea will „Teufelskreis“ im Konflikt mit Nordkorea beenden

Südkoreas Präsidentin Park fordert eine geschlossene Haltung des Auslands: Pjöngjang dürfe nicht mit Verhandlungen und Hilfen für Drohungen belohnt werden.

Seoul, Washington, Pjöngjang - Angesichts der Kriegsdrohungen Nordkoreas hat die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye die internationale Gemeinschaft zu einer geschlossenen Haltung gegen die stalinistische Führung in Pjöngjang aufgerufen. Nordkorea müsse sich entscheiden, ob es weiter von der Außenwelt isoliert bleiben oder ein verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft sein wolle, sagte Park am Mittwoch laut einer Sprecherin vor Botschaftern mehrerer Länder in Seoul. Das gehe nur, wenn die Länder mit einer Stimme sprächen.

Nordkorea dürfe zudem nicht für schlechtes Verhalten belohnt werden, bekräftigte Park. Der „Teufelskreis“ aus ständig neuen Verhandlungen und Hilfslieferungen, wenn Nordkorea immer wieder neu droht und provoziert, müsse durchbrochen werden.

Nordkorea hatte zuletzt Dialogangebote Südkoreas und der USA zurückgewiesen. Den beiden Ländern warf Pjöngjang jeweils „listige Tricks“ vor. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel gilt seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar als extrem gespannt.

Pjöngjang hatte angesichts der Ausweitung von UNO-Sanktionen und südkoreanisch-amerikanischer Militärübungen unter anderem den Waffenstillstandsvertrag von 1953 gekündigt und im Verhältnis zu Südkorea den „Kriegszustand“ ausgerufen. (APA/dpa)