Doktortitel an mexikanischer Privatuniversität gemacht
Innsbruck – Sein Doktorat hat der hochrangige Beamte der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land bei der Universidad Azteca bzw. der Universid...
Innsbruck –Sein Doktorat hat der hochrangige Beamte der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land bei der Universidad Azteca bzw. der Universidad Central de Nicaragua gemacht. Im Vorjahr gab es Aufregung über eine Partnerschaft der Innsbrucker Medizin-Uni mit der privaten mexikanischen Universität Azteca. Weil Studenten über die Azteca in ein Medizinstudium einsteigen konnten, wurde die Kooperation gekündigt.
Der Dekan für europäische Programme der Universidad Azteca, der Innsbrucker Gerhard Berchtold, kennt den Fall des Beamten. Er versteht jedoch die Aufregung nicht. „Er hat ganz normal an unserer Universität studiert.“ Berchtold, der derzeit in Spanien weilt, glaubt, dass der inzwischen suspendierte Leiter des Referats Sicherheit entweder 2009 oder 2010 sein Doktoratsstudium begonnen hat.
Auf die Frage nach der Doktorarbeit sagte Berchtold: „Das war eine sehr gute Arbeit, der Doktorand hat sehr intensiv daran gearbeitet.“ Über die Führung des von der Universidad Azteca verliehenen Doktorgrads in Österreich hegt Berchtold keine Zweifel. „Das ist vollkommen legal, der Doktortitel ist laut Universitätsgesetz anerkannt.“
Das Wissenschaftsministerium hat ebenfalls entsprechende Ermittlungen durchgeführt. Die Verwendung des besagten Doktortitels im privaten Bereich sei möglich, aber die Eintragung in eine öffentliche Urkunde nicht. Das Land Tirol vertritt hingegen eine andere Auffassung. (pn)
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