Das Kreuz mit den Wahlplakaten
Innsbruck – Das Team Stronach war im Wahlkampf für einige Überraschungen gut. Auch für die eigenen Kandidaten, wie es scheint. So bestätigt ...
Innsbruck –Das Team Stronach war im Wahlkampf für einige Überraschungen gut. Auch für die eigenen Kandidaten, wie es scheint. So bestätigt etwa Martin Veith, der sich zwischenzeitlich schon wieder aus der Partei zurückgezogen hat, dass er für die Entfernung seiner Wahlplakate selbst zuständig sei. Das habe er erst auf Nachfrage erfahren. Immerhin 600 Plakate seien das in Innsbruck. „Ich war am Feiertag letzte Woche unterwegs, Plakate entfernen.“ Auch Bekannte habe er gebeten, mitzuhelfen.
Dass noch nicht entfernte Wahlplakate für viele ein Ärgernis sind, zeigten auch Anrufe in der TT-Redaktion. „Seit der Wahl ist mehr als eine Woche vergangen. Dass die Gesichter nach wie vor von den Plakaten lachen, ist eine unnötige Belästigung“, sagte ein verärgerter Anrufer gestern. „Es reicht“, meinte ein anderer. Auch die Tatsache, dass an einigen Stellen zwar die Plakate, nicht aber die Kabelbinder zur Befestigung entfernt worden sind, stößt vielen sauer auf.
Laut Bestimmungen in der Nationalratswahlordnung hätten die Parteien zwei Wochen Zeit, die Wahlwerbung zu entfernen, sagt Manfred Ladstätter, Pressesprecher der ÖVP, von der gerade in den Landgemeinden noch einige Plakate zu sehen sind. „Die von uns beauftragte Firma ist dran, kann aber natürlich nicht überall gleichzeitig sein.“
Christine Mayr, Landesgeschäftsführerin der SPÖ, sagt, die Leute sollten „ein bisschen Geduld haben“. Man sei sehr bemüht, alle Plakate schnell zu entfernen. „Aber in Seitengassen kann schon mal eins vergessen werden“, erklärt Mayr.
Hans Lindenberger, Spitzenkandidat von Vorwärts Tirol, hat den Eindruck, „dass von uns nicht mehr viel draußen sein kann“. Vieles sei schon in der Zentrale eingelangt. Der Abbau werde großteils von Freiwilligen in den Bezirken abgewickelt. „Wir haben da keine große Maschinerie wie andere.“
Auch Sebastian Müller, Pressesprecher der Tiroler Grünen, betont, die Wahlwerbung werde „schnellstmöglich entfernt“. Er habe selbst geglaubt, „dass das rascher geht“. Es sei „absolut nachvollziehbar, dass sich die Leute darüber aufregen“, sagt Müller. (cm, kaz)
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